4-Brom-2,5-dimethoxyphenethylamin [C10H14BrNO2] ist ein synthetisch hergestelltes Meskalinderivat. 2C-B zählt zu den Research Chemicals, einer Reihe weitgehend noch unerforschter Forschungschemikalien und gehört wie MDMA, Speed oder Meskalin zu den Beta-Phenylethylaminen. Es hat einen halluzinogenen Wirkungscharakter.
2C-B ist auch unter den Namen Nexus, Erox, Herox, Freebase Speed, Super Speed, Ice, Glass, Venus, Bromomeskalin und BDMPEA bekannt, wird aber meist als Ecstasy [in Pillenform] verkauft. Die Wirkung ist jedoch nicht mit der von MDMA [Ecstasy] vergleichbar. Handelsüblich sind auch Acetat-, Hydrochlorid- oder Bromidsalze [kristalline Pulverformen] und Kapseln. Medizinmänner/-frauen in Südafrika nutzen es als Heilmittel mit dem Namen „Ubulawu Nomathotholo“.
Dosierung bei oralem Konsum:
Eine Wirkung ist ab 4 mg festzustellen, zwischen 5 und 10 mg kommt es zu leicht stimulierenden Effekten, ab 10-15 mg tritt die halluzinogene Wirkung in den Vordergrund.
Dosierung bei nasalem Konsum:
Die übliche Dosis liegt zwischen 2 und 15 mg. 2C-B wirkt gesnieft wesentlich stärker, daher sollte man hier besonders vorsichtig dosieren.
Ab 10 mg oral und 2 mg nasal sollte man sich in 2 mg-Schritten an die gewünschte Dosis herantasten, da selbst von erfahrenen Usern Dosierungen über 25 mg als stark unangenehm beschrieben werden.
Die Wirkung ist stark dosisabhängig, 2mg können schon einen großen Wirkunterschied ausmachen. Die Wirkung setzt nach 5-10 min [gesnieft] bzw. 30-60 min [geschluckt] ein.
Die maximale Wirkung ist nach 1-1,5 h erreicht und dauert ca. 4-8 h an. Das Runterkommen dauert in etwa 1h.
Wirkspektrum:
Das Wirkspektrum von 2C-B ist sehr breit gefächert. Auch erfahrene User berichten von sehr unterschiedlichen Erlebnissen bei gleichen Konsumvoraussetzungen (Dosis, Applikationsform, Set, Setting).
2C-B kann sexuell stimulierend [aphrodisierend], harmonisierend und euphorisierend wirken. Starke Wahrnehmungsveränderungen können auftreten: farbige Muster, Auren und fließende Bewegungen werden gesehen. Die Grenzen zwischen Innen und Außen lösen sich auf. Alle Sinne (Geruch, Geschmack, Akustik) werden sensibilisiert, halluzinogene Effekte stehen meist im Vordergrund. Im Vergleich zu LSD hält der Rausch weniger lang an und wird weniger tief empfunden. Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit möglich.
Nachweiszeiten:
Mit aufwändigen Verfahren im Blut nur kurzzeitig, im Urin bis zu 3 Tage. Gängige Drogenschnelltests testen (bisher) nicht auf 2C-B.
Starkes Brennen der Nasenschleimhäute beim Sniefen. Leicht beschleunigter Puls, Blutdruckanstieg und Erhöhung der Körpertemperatur; Übelkeit, Schweißausbrüche, Schwindelanfälle, innere Unruhe und Herzrhythmusstörungen sind möglich.
Pupillenerweiterung und Sehschärfenminderung stellen sich ein. Vereinzelt wird über Magen- und Darmbeschwerden sowie leichte allergische Reaktionen [Husten durch vermehrte Schleimproduktion] berichtet. Eingeschränkte Kritik- und Reaktionsfähigkeit.
Bei hoher Dosierung sind Horrortrips wahrscheinlicher als bei niedriger Dosierung, da der Kontroll- und „Realitäts“-Verlust als bedrohlich empfunden werden kann. [Orientierungslosigkeit, Verwirrung und Angstgefühle]. Auch nach Abklingen der Wirkung sind noch milde Nebenwirkungen zu verspüren.
Uns sind keine wissenschaftlichen Forschungen dazu bekannt. Es können verdeckt/verborgen vorhandene Psychosen können ausgelöst werden, dies kann zu bleibenden Beeinträchtigungen des psychischen Wohlbefindens führen.
Grundsätzlich gilt: Die Risiken beim Mischkonsum sind höher als beim Monokonsum; Körper und Psyche werden stärker belastet. Einzelne Substanzwirkungen können verstärkt oder geschwächt werden. Es können auch ganz unerwartete Effekte auftreten, die nicht der Summe der Einzelwirkungen entsprechen. Die Wirkungen der jeweiligen Substanzen können zu verschiedenen Zeiten eintreten und unterschiedlich lange anhalten, dadurch können Wechselwirkungen zeitverzögert auftreten. Es ist von Vorteil, wenn Du vor dem Mischkonsum bereits Erfahrungen mit dem Monokonsum dieser Substanzen hast. So kannst Du Dir eher ein Bild davon machen, wie Körper und Psyche die jeweilige Wirkung verkraften.
Da Wechselwirkungen mit anderen Drogen noch schwerer vorhersagbar sind, als die eigentliche Wirkung, wird empfohlen, diese Droge nicht mit anderen zu mixen.
Du solltest bei einer Kombination mit anderen Substanzen niedriger dosieren.
Besondere Vorsicht beim Mix mit „Downern“ [Alkohol, Heroin etc.], dies kann zu Erbrechen, Depressionen aber auch zu ganz euphorischen Erlebnissen führen. Auch den Mischkonsum mit Zigaretten und Medikamenten sollte man meiden, da unberechenbare Wechselwirkungen auftreten können.
2C-B-Konsum (ca. 4h) nach MDMA: wirkt aphrodisierend, Trip und Sex werden gefühlvoller als bei Monokonsum erlebt.
2C-B + Alkohol: 2C-B Wirkung wird verstärkt und verändert. Typisch: bei geschlossenen Augen bleiben Gegenstände „sichtbar“, bei größeren Mengen 2C-B wird die optische Wahrnehmung unterdrückt.
2C-B + MDBD: Die halluzinogene Komponente des Rausches ist vordergründig auf das seelische Innenleben gerichtet, was oft als unangenehm erlebt wird [Gefühl der "Psycho-Couch"].
Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer trotzdem konsumiert, sollte sich mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen:
Personen mit psychischen Problemen, Diabetes, Epilepsie und Herzkreislaufstörungen, Schwangere und Stillende sollten auf keinen Fall 2C-B konsumieren!
2C-B kann sehr starke Wahrnehmungsveränderungen verursachen. Fühlst Du Dich nicht gut oder hast Du Angst vor der Wirkung, verzichte auf den Konsum!
Da die gleiche Dosis bei geringerem Körpergewicht oder kleinerer Statur meist eine stärkere Wirkung hervorruft, steigen möglicherweise auch die Risiken. Deshalb die Dosis dem Körpergewicht anpassen!
Nimmst Du mit Deiner Pille unerwartet 2C-B statt Ecstasy ein, leg nicht gleich nach, wenn die erwartete Ecstasywirkung nicht eintritt. Es besteht das Risiko einer 2C-B-Überdosierung!
Auf Grund der Schwankungen beim Wirkstoffgehalt der Substanz kann es schnell zu Überdosierungen kommen. Teste deshalb vorsichtig an!
Pausen von mindestens einer Woche zwischen zwei Trips lassen!
Wenn Dich 2C-B sexuell stimuliert: Kondome schützen vor Ansteckung mit HIV und anderen Krankheitserregern sowie ungewollter Schwangerschaft. Keine Körperflüssigkeiten in den Mund!
Während des Rausches nicht Auto oder Fahrrad fahren! Keine Maschinen bedienen!
Safer Sniefen:
Zerhacke und zerreibe das Pulver bzw. die Kristalle so klein wie möglich auf einer sauberen Unterlage. Benutze Dein eigenes, sauberes Ziehröhrchen - am besten eins mit stumpfen oder abgerundeten Rändern. So beugst Du Verletzungen Deiner Naseschleimhäute und Infektionen wie Herpes und Hepatitis vor. Bakterien und Viren am Ziehröhrchen oder an den Banknoten können durch die gemeinsame Nutzung an andere Personen übertragen werden.
Bedenke, dass die gleiche Dosis bei Frauen aufgrund von geringerem Körpergewicht oder kleinerer Statur meist stärkere Wirkung hervorruft als bei Männern. Auch die Risiken steigen damit.
Vermeide es, Drogen zu nehmen, wenn Du schwanger bist oder wenn Du stillst.
Hier findest Du Erfahrungsberichte von 2C-B Konsument_innen.
Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum ! 2C-B unterliegt dem BtMG. Besitz, Erwerb und Handel mit dieser Substanz sind strafbar!
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