Novembre 2010

Mehr als 40 Prozent der Jugendlichen betrinken sich regelmäßig

Lüneburg – Jeder dritte 10- bis 18-Jährige betrinkt sich nach eigenen Angaben dreimal im Monat oder öfter. 43 Prozent der Jungen und Mädchen dieser Altersgruppe konsumieren mindestens einmal im Monat mehr als fünf Gläser Bier, Schnaps oder Mixgetränke direkt hintereinander, wie aus einer am Montag vorgestellten Studie der Leuphana Universität Lüneburg hervorgeht. Befragt wurden rund 4.000 Schüler an 17 Schulen in 7 Bundesländern.

Medikamente gegen Opioidentzug möglicherweise auch für Neugeborene

Philadelphia – Neugeborene, die im Uterus bereits Opioiden ausgesetzt sind, können mit Buprenorphin behandelt werden. Dazu haben Pharmakologen der Jefferson University unter der Leitung von Walter Kraft jetzt eine Studie im Journal Addiction (doi: 10.1111/j.1360-0443.2010.03170.x) publiziert.


http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43050/Medikamente_gegen_Opioidentzug_moeglicherweise_auch_fuer_Neugeborene.htm

Trinker-Stube gegen Alkohol-Problem?

In Spandau eröffnet eine Trinker-Stube. Sie soll Alkoholiker von der Straße holen. Kritik von CDU.
Saufgelage in Berliner Parks und auf den Straßen. Rund um den Fernsehturm gilt seit 21 Monaten ein striktes Alkohol-Verbot, das aber immer wieder missachtet wird. Derartige Probleme kennt auch Spandau. Dort sollen die Trinker jetzt ganz weg von der Straße – in Berlins erste Trinkerstube.

Passivrauchen erhöht das Risiko für Brustkrebs

Mexico City – Frauen, die passiv rauchen, haben ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Sie entwickeln offenbar bis zu dreifach häufiger ein Mammakarzinom als diejenigen, die sich nicht unter Rauchern befinden. Das berichten Wissenschaftler des National Institute of Public Health in Mexico City nach einer Studie mit mexikanischen Frauen. Ihre Arbeit publizierten die Autoren in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspective (doi: 10.1289/ehp.0901091) und präsentierten die Ergebnisse auf einer Konferenz der American Association for Cancer Research.

Genetische Ursachen für ADHS?

Cardiff – Ist die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eine genetisch bedingte Entwicklungsstörung des Gehirns mit einer entfernten Verwandtschaft zu Schizophrenie und Autismus? Eine Studie im Lancet (2010; doi: 10.1016/S0140-6736(10)61109-9) liefert hierfür erstmals Hinweise, ohne aber eine genetische Genese abschließend beweisen zu können.

Jeden Tag infizieren sich 1.000 Kinder mit HIV

Kinder werden immer noch nicht ausreichend vor einer Ansteckung mit HIV geschützt. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Berichts zur medizinischen Versorgung von Aids-Patienten, den UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation und UNAIDS Ende September vorgestellt haben. Demnach infizieren sich weltweit jeden Tag rund 1.000 Kinder während der Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit mit HIV.

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