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MEIN Statement

So, also hier liest man ja von einiges, von vielen verschiedenen "Konsumenten-Gruppen", von "ich hab schon 3 mal speed gezogen und kann euch sagen: nimmt es nie!" bis zu den derben "Drogenlebensläufen"... Ich bin jetzt 18 und hab mit 13 allgemein mit Drogen angefangen, natürlich zu erst mit was zum Kiffen, aber hat mir damals nicht wirklich getaugt. Die Leute die ich in der Zeit kennenlernte waren alle 2-3 älter, akzeptierten mich und nahmen mich auf, und da hab ich auch mein erstes Teil dankend entgegengenommen, wir waren in der Zeit eine FAMILIE, ich liebte sie alle und presste mir natürlich den Film immer mehr rein. Jeder einzelne hatte derbe Probleme in der Familie, jeder einzelne war nur auf Drogen fixiert und uns selbst haben wir vorgelogen, dass WIR was viel besseres sind als die "normalen", "die ganzen kleinen Spasten haben ja keinen Plan von irgendwas" und so. Das waren echt 2 coole Jahre, zwar ewig viel Stress, aber sobald ich mit meinen Leuten und ein paar Teilen, Rauch und Speed unterwegs war, verloren sich die realen Probleme für ein paar Stunden, paar Tage...bis dahin hab ich auch gedacht, dass Kiffen keine "Einstiegsdroge" ist (für mich ist es jetzt der "Erste Schritt ins Ungewisse"), dass ich nicht durch DROGEN Probleme hatte, sondern durch all die schlechten Menschen um mich herum, meine Eltern, die Schule, der Staat... Ab 15 gings dann bergab, langsam wars mir immer mehr scheißegal was ich nahm, Hauptsache DICHT und damit mein ich nicht feiern oder so, bin in den ersten 3 Jahren gar nicht furtgegangen, waren zufrieden wenn wir alle so mit irgendwas zu waren, dass wir nichts mehr peilten...wir wohnten in einer 35 000 Einwohner Stadt und alles ging wie in Wellen über sie hinweg und H fickte uns alle, da war ich 15, aus meiner damaligen Sicht, war es das was am besten zu mir passte, ich hasste das Leben, die Menschen, mich selbst und bin aus Selbstmitleid und heftigen Depressionen&Paranoias gar nicht mehr rausgekommen, Freunde gingen in Knast und Therapie, alles veränderte sich um mich herum, nichts war mehr von unserer fröhlichen, feinen Peace&Pillen-Gemeinschaft übrig, nur noch lauter H-Junks, wie ich selbst dann war... Zocken, Klauen, Verkaufen, Kaufen usw usw usw...wir waren alle so geil und hängengeblieben aufs Ballern, wir drückten uns alles was ging, H natürlich, Valium (und andere Medi-Scheiße), Koks, Speed, Crystal... Alles was ich am Anfang so geil gefunden hab an Drogen, also das ganze Drumherum, war plötzlich nicht mehr als ein zerplatzter Traum, AB DANN, verstand ich das, was mir die ganzen älteren Ticker und Junks immer versucht haben beizubringen, ich mein, JEDER weiß, dass Drogen gefährlich sind, aber die MEISTEBN müssen erst richtig auf die Fresse fallen um wach zu werden. Der, der mir damals das erste Teil begeistert gab (nahm auch erst 2 Monate länger Teile) und auch der, der mir meine erste Line legte, machen und machten sich die größten Vorwürfe, weil sie mich, den jüngsten von allen da reingeogen haben, aber jetzt weiß ich, dass ich es NIE anders gelernt hätte...aber ich hatte nur Glück, dass ich es noch geschafft hab, Schlüsselerlebnisse waren: der Goldene eines 17-jährigen guten Kumpels, 3000? Schulden bei Ticker, das fast bei ner Freundin geholte Hepa (hatte saumäßiges Glück, dass ich doch negativ war..) und das Mitanblicken von all den Menschen, wie sie kaputt gingen, einschließlich mir, in Knast gingen, rauskamen, irgendeinen Scheiß bauten und ab in Therapie, von da in Knast usw. Viele Leute werden sich da jetzt vielleicht nicht wieder finden, ích glaube man kann Drogenkonsumenten in grobe Sparten unterteilen und ich und mein ganzer Freundeskreis (waren ganz schön viele) gehörten zum Großteil den "ich nehm drogen, weil ich sonst nichts anderes hab im Leben, was mir Glück und Freude gibt", wir gingen nicht weg am WE oder so, solang wir IRGENDWAS hatten, war es egal, wo wir waren...Tiefgaragen, Parks, (Behinderten)Klos, Altstadt und so... Naja, ich will jetzt nicht sagen "*heul* alles war sooo scheiße", ich hab, sowie alle Drogenmenschen, Erfahrungen gemacht, die ein "normaler" Mensch NIE machen wird, meine Einstellungen gegenüber so vielem hat sich total verändert, ich bin viel schneller "erwachsen" geworden, hab meiner Meinung nach auch viel an Menschenkenntnis gewonnen (war ja absolut nötig) und physische und psychische Zustände erlebt, die NIE jemand mit Alk haben wird, andererseits haben ich und fast alle derjenigen, die lange und exessiv alle möglichen Drogen konsumiert haben, krasse psychische (Psychosen, heftigste Paranoias, Verfolgungswahn usw.) und soziale Schäden genommen, paar meiner besten Kumpels sind einfach verschwunden, ka wo, Knast oder Therapie schätz ich... scheiß drauf, das ist die Vergangenheit, und ich lebe im JETZT. Meine "Resozialisierung" lief so ab: -verringerte stark Kontakt zu meinen "Stadt-Leuten" und fand einen "Kiffer-Freundeskreis" in der Umgebung -wendete mich (evtl als Ersatz) dem lang verweigerten Rauch zu -besorgte mir eine korrekte Freundin, die mir das Gefühl gab, ETWAS zu sein und gebraucht zu werden -packte die Schule "einigermaßen";) an, so dass es passte! -ging zu Psychologen um mit mir und meinem Kopf wieder klarzukommen (Diagnos: ADS - auch möglicher Faktor/Beitrag?) -geh wieder normal weg, trink (leider meisten genauso zuviel wie alles andere), -versuch mit den Menschen klarzukommen....und nimm immer noch mein Zeug, aber nicht als Vorraussetzung um Glücklich zu sein, sondern umgekehrt und das war ein seeeeehr wichtiger Schritt für mich~~ Sorry, für den Monster-Text, könnt noch Seitenweise weiterschreiben (tut einfach gut, das mal öffentlich zu sagen...), Drogen sind so undurchschaubar und gefährlich, wie nichts anderes auf der Welt, und alle die noch so reden vonwegen "Ich kann ohne Probs aufhören, wenn ich WILL" haben grad erst das Gift geschluckt, aber man kann sich gar nicht vorstellen, was für Sachen alles in der Zukunft passieren können, wie sich alles immer total anders entwickelt wie man vermutet...und das nicht nur negativ gemeint!!! So, aber jetzt ;) Ich wünsch allen VIEL GLÜCK, und keinen guten Rat oder sowas mehr am Ende, bringt ja meistens eh nix, ich habs auch erst am eigenen Körper spüren müssen -.-

Alter: 
18
Geschlecht: 
männlich
Stadt: 
Bayern
Substanzen: