Wenn eine betroffene Mutter für betroffene Eltern schreibt, dann wird Information leicht von Gefühlspathos erdrückt und Allgemeingültiges vom Einzelschicksal überdeckt. Nicht so bei diesem gut recherchierten, spannenden Sachbuch. Spannung entsteht durch die Teilhabe des Lesers an der persönlichen Geschichte einer cannabisabhängigen, einst hoffnungsvollen Gymnasiastin und ihrer Mutter.
Diese Broschüre wendet sich sowohl an Menschen mit HIV & Aids, als auch an deren pflegende An- und Zugehörige - von Partnern über Freundinnen bis hin zu freiwilligen Helfern und professionellen Kräften. "pflegen und pflegen lassen" geht aber weit über das Thema Pflegeversicherung hinaus, da zum einen auch andere Möglichkeiten der Organisation und Finanzierung von Pflegesituationen berücksichtigt und zum anderen auch Aspekte wie Pflege in der häuslichen Umgebung, Entlastungsmöglichkeiten, Selbsthilfe oder Hospizversorgung betrachtet werden.
Als Hilfe zur Bewältigung von Krisen, bei seelischen wie körperlichen Leiden und sonstigen Lebensproblemen bieten zahlreiche Telefonseelsorgestellen, Sorgen- und Krisentelefone sowie Beratungshotlines einen fachlich qualifizierten Beratungsdienst. Telefonberatung unterscheidet sich von anderen Beratungsangeboten in wesentlichen Punkten: Sofortige Erreichbarkeit, Anonymität, Offenheit für unterschiedlichste Gesprächthemen und Anliegen, Fehlen von fest vorgegebenen Rahmenbedingungen wie Gesprächsdauer und -häufigkeit, Reduktion der Sinneswahrnehmung auf das Hören.
Das drogenpolitisch brisante Thema niedrigschwelliger Drogenarbeit gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Gewicht. Immer stärker wird die Forderung nach drogenpolitischen Erneuerungen und Verbesserungen, speziell auch im konkreten Zugang zu Drogenabhängigen, die bisher nicht erreicht wurden.
Die Autoren beschreiben Schritt für Schritt in ihrem Programm, wie man anders mit Problemen umgehen kann. Sie nehmen konsequent Abstand von der Idee, es müsse notwendigerweise eine Verbindung zwischen Problemen und deren Lösungen geben. Es geht ihnen darum herauszuarbeiten,
1. was wollen KlienteInnen ändern? 2. wie interviewen Fachleute KlientInnen über das, was anders sein soll? und 3. wie fragen Fachleute nach Ausnahmen?