Es ist schwierig irgendwie einen Anfang zu finden. Ich habe die anderen Berichte aufmerksam gelesen und habe sehr oft meinen Freund dort wiedergefunden. Die Liebe meines Lebens nimmt seit er 14 ist regelmäßig Drogen. Jetzt ist er 39 geworden und meinte irgendwann nur so beiläufig: "Ich mach das seit ich 14 bin und die letzten paar Jahre wird mich das auch nicht umbringen" Und ich habe Angst um ihn. Wieviel er nimmt, wenn er auf Party geht, habe ich erst vor 2 Wochen mit eigenen Augen gesehen. Es fing an mit ner Line Pep, dann alle 10 Minuten ein Joint und irgendwelche Pollen, die ich nicht genau identifizieren konnte. Er hat nur da gesessen und ständig irgendwas genommen. Früher war es glaube ich noch extremer. Durch seinen besten Freund hat er an einem Abend locker mal 10 Pillen geschluckt ohne den ganzen Rest zwischendurch. Dazu noch Alkohol und mein Freund hatte seine ganz eigene Party. Ich bin froh, dass er in einem seiner lichten Momente diesen "Freund" rausgeschmissen hat und auch keinen Kontakt mehr zu ihm hat. Doch die Angst bleibt. Wenn ich nachts neben ihm liege und er so schnell im Schlaf atmet und ich das Gefühl habe sein Herz springt mir gleich entgegen, dann habe ich Angst. Angst diesen Menschen, den ich so unendlich liebe zu verlieren, an eine Halluzination, an eine Welt, die nicht existiert. Er hat mich mitgenommen auf eine dieser Partys, wollte mir zeigen was er tut und wollte mir seine Welt zeigen. Er nennt sie seine Freunde. Doch was verbindet diese Menschen. Die Droge. Es wird über nichts anderes gesprochen und diese Menschen wissen auch nichts anderes voneinander, nur wieviel und was der andere so hat und nimmt. Ich gebe zu, wenn wir zusammen sind rauchen wir auch mal einen Joint gemeinsam. Aber mehr nicht. Gegen einen Joint habe ich auch nichts, nur seine synthetischen Drogen machen mir Angst. Sie verändern ihn total. Dann ist er selbst zu mir abweisend und vergisst mich. Und das tut weh. Früher konnte ich damit nicht umgehen und habe es sehr persönlich genommen. Heute weiß ich, wenn er auf Drogen ist, dann ist er nicht mehr derselbe und dann sind seine Handlungen und das was er sagt, eigentlich nicht er. Wenn er wieder unten ist, ist er wieder ein Mensch. Ich habe in letzter Zeit gespürt, wie gut ihm meine Liebe tut und dass er wenn er mit mir zusammen ist die Drogen nicht braucht. Bei mir kann er sein, wer er ist. Ich glaube, das wichtige was jeder erkennen muss, ist der Grund, warum man Drogen nimmt. Und dann muss man die Kraft finden, diesen Grund zu bekämpfen. Alleine ist das sehr schwer. Aber mein Freund hat doch tatsächlich letztens gesagt: Vielleicht sollte ich mal zu einer Drogenberatung gehen. Das hat mich erstaunt, gewundert und glücklich gemacht und an mir ist es nun ihm zu zeigen, dass ich diesen schwierigen Weg, wenn er ihn wirklich gehen will, mit ihm zusammen gehen werde, weil ich ihn liebe. Alles Gute für euch Feana
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Frankfurt/Main
