Aufnahmefähigkeit der Nasenschleimhaut
Aufnahmefähigkeit der Nasenschleimhaut
Seid gegrüßt ihr Kinder der Sonne,
wir haben uns gefragt, welches Ziehverhalten mehr Wirkung bringt, unabhängig der konsumierten Stoffe. Mehrere kleine Lines mit zeitlichem Abstand dazwischen, plus Nasen bzw Schleimhautreinigung, damit diese wieder aufnahmefähig sind.
Oder die Monster-Line, bei der wir uns jedoch fragen, ob nun das Pulver überlagert an den Schleimhäuten sitzt und nicht das gesamte Pulver die Schleimheit gelangt und somit nur ein Bruchteil aufgenommen wird.
Damit wünschen wir allseits gute Schleimhäute und erwarten baldige Antwort :)
Dr.-Frühling-Team:
Hallo,
das ist durchaus eine trickreiche Frage, die so einfach nicht zu beantworten ist, da hierbei einige Faktoren eine Rolle spielen.
Wieviel Wirkstoff über die Nasenschleimhaut aufgenommen wird und über welchen Zeitraum, hängt erst einmal davon ab, wie aufnahmefähig die Nasenschleimhaut gerade ist, ob sie geschwollen ist und wie dick die Schleimschicht darauf ist, auf der die Substanz nach dem Ziehen landet. Wenn man verschnupft ist und/oder sich nach dem Ziehen mehr Schleim bildet, dann landet auch mehr Pulver im Magen, das einem mit dem Schleim den Rachen herunter läuft.
Wenn man mehrere kleine Lines über eine gewisse Zeit konsumiert und zwischendurch auch immer wieder die Nase spült, dürfte ein Wirkungshoch durchaus länger sein bzw. sollte man immer wieder einzelne Wirkungshochs nach den einzelnen Lines haben.
Wenn man jedoch eine große Line zieht, dürfte ein stärkeres und längeres Wirkungshoch eintreten und auch in kurzer Zeit mehr Pulver mit Nasenschleim über den Rachen im Magen landen.
Von der Substanz, die auf der Nasenschleimhaut verbleibt und nicht mit Nasenschleim im Magen gelandet ist, kann jedoch - je nach Substanz und Wirkstoffgehalt - auch Stunden nach dem Ziehen noch Wirkstoff über die Nasenschleimhaut aufgenommen werden. Also könnte auch eine einzige Line mehrere Wirkungshochs nach sich ziehen. Je nachdem wieviel Wirkstoff über die Stunden von der Nasenschleimhaut aufgenommen wird, kann das von der empfundenen Wirkintensität her ein "Auf und Ab" bedeuten.
Der Anteil des Wirkstoffes, der insgesamt im Magen landet, kann seine Wirkung jedenfalls nicht komplett entfalten, was am sogenannten "First-Pass-Effekt" liegt. Alles was von der Darmschleimhaut aufgenommen wird, landet nämlich in dem Blut, welches zuerst die Leber passiert, bevor es den restlichen Körper durchströmt. Und die Leber filtert laut ihrer Funktion immer gleich einen Teil des Wirkstoffes weg und nur der Rest landet im Kreislauf. Das ist bei fast allen oral konsumierten Substanzen so. Bei Kokain ist der First-Pass-Effekt sogar so stark, dass nach dem oralen Konsum von der Leber der Großteil weggefiltert wird, weshalb man riesige Mengen für den oralen Konsum bräuchte, die eigentlich viel zu teuer wären.
Insgesamt kommt es also auf alle möglichen Faktoren bezüglich Nase, Darm, Kreislauf, Substanz, Konsummenge(n) und -zeitpunkt(en) an, auf welchem Level sich die empfundene Wirkung einstellt, einpegelt sowie hoch und runter reguliert.
Was von beidem "gesünder" bzw. weniger schädlich ist, ist weiterhin die Frage. Immer wieder zwischendurch die Nase zu spülen, reinigt sie zwar von den Reststoffen im Pulver, verkürzt aber auch die Wirkung der einzelnen Dosen und spült mit den Pulverresten auch immer Nasenschleim mit aus, der ja zum Schutz der Nasenschleimhaut erst entsteht. Eine weitere Line auf eine frisch gespülte Nase hat also zwar eine intensivere Wirkung, greift wahrscheinlich aber auch die Nasenschleimhaut mehr an, da ja immer wieder Pulver auf der "rohen" Nasenschleimhaut aufgebracht wird.
Insgesamt ist es in der Regel "gesünder" eine Substanz zu schlucken als zu ziehen, da dadurch die Nasenschleimhaut geschont wird und eine nicht zu stark gereizte Nasenschleimhaut auch weniger Angriffspunkte für Krankheitserreger bietet. Dies hängt dann jedoch auch von Qualität und Reinheit der Substanz ab, die man schluckt, denn bei auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Substanzen sind in der Regel diverse Binde- oder Streckmittel (Milchzucker, Paracetamol o.ä.) enthalten, deren Wirkung oder Allergierelevanz man schwer einschätzen kann. Bezüglich möglicher Krankheitserreger ist der orale Konsum in jedem Fall risikoärmer, da die Magensäure einen Großteil davon abtötet, wenn in den geschluckten Substanzen welche enthalten sein sollten.
Schöne Grüße,
Dein Dr.-Frühling-Team
Die Informationen in unserer Antwort sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum! Aufgeführte Substanzen können dem BtMG [Betäubungsmittelgesetz] unterliegen. Unbefugter Besitz, Erwerb und Handel sind strafbar! Wenn die Stoffe frei verfügbar sind, heißt das nicht, dass ihr Gebrauch ungefährlich wäre. Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Die Drug Scouts übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch irgendeine Art der Nutzung der Informationen dieses Textes entstehen.