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an 18j. w und S.

Liebe 18-Jährige, vielen Dank, dass du mir schreibst. Mir gefällt dieses Lied, zumindest vom Text her, sehr gut; besonders die letzte Zeile, die du zitiert hast, finde ich sehr gelungen. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Was ich nicht so ganz verstanden habe: Was meinst du mit H als geringeres Übel und dass ich einfach nur H nehmen wolle und deshalb Rechtfertigungen suche? Hast du mich auch so verstanden, wie ich es meinte, nämlich dass nicht nur "Therapie" mit Meds (sprich Problemverlagerung), sondern auch Psychotherapie und überhaupt jede Form von Therapie (mittlerweile bin ich schon gegen dieses Wort allergisch!) Betrug ist? Übrigens würde ich gerne mit dir schreiben. Wir müssen mal sehen, wie wir das machen, ICQ habe ich nicht. Hallo S., ja richtig, ich lebe im Moment bei meinen Eltern, die Schule habe ich aber geschmissen, das bringt doch nichts. Das ist eine Verwahr- und Beschallungsinstitution, in der man den halben Tag absitzt, sonst nichts. Keine Lust mehr, ein Möbelstück zu sein. Was deine Optionen angeht, ich denke, der Übergang zwischen den dreien ist fließend; ich hoffe, ich werde es mal einigermaßen im Griff haben und nie wieder in dieses Gerenne hinter der nächsten Dosis kommen. Wenn man auch Opis nimmt, sieht man Substitution in einem anderen Licht: Man merkt, dass das alles Stoffe einer Gruppe sind, ähnlich wirkend, H halt zufällig illegal, der Rest so mit Einschränkungen legal. An das "gute" Pola/Substi/was es da noch gibt und das "böse" H kann man dann jedenfalls nicht glauben. Leg mal fest, was "meine" Droge ist (ich glaube H, zumindest schon seit einiger Zeit) und womit ich substituiere. Das Wort Substitution bedeutet nämlich ganz einfach "Ersatz". Was das alles für ein Irrsinn ist! Naja, genug davon. Du magst vielleicht Recht haben, dass ich im Moment mehr beschäftigt bin, den Alltag zu "überleben", leider. Aber ich versuche mich auch noch anderen Dingen zu widmen. Auch wenn ich dafür bin, die Gegenwart nicht der Zukunft zu opfern, ganz möchte ich sie mir nicht zerstören. Allerdings habe ich keine konkreten Pläne. Ich überlege noch, und die Vorstellung von dem, was ich will, formt sich immer klarer in meinem Kopf. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste. Sobald man ein Ziel vor Augen hat, versetzt man Berge. Die Erfahrung durfte ich schon einige Male machen, ironischerweise einschließlich meiner Drogensucht, die ich gegen alle Widerstände durchsetzte. Jetzt sind die Drogen wohl sowas wie "Wartezeit überbrücken"... hört sich idiotisch an, doch bevor man mit etwas aufhört, das einem (irgendwie) lieb ist, sollte man etwas Besseres parat haben, oder? Liebe Grüße, V. P.S.: Das denke ich schon, mir wird jedoch von meiner Umgebung etwas anderes in den Kopf gehämmert, schätze ich. Irgendwann glaubt man alles.

Substanzen

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