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an 33jährige

Vielen Dank, dass du mir schreibst und ja, du hast Recht, es ist nicht cool, voll auf H drauf zu sein, das denke ich auch nicht. Ich habe nicht vor, Christiane F. nachzumachen. Und ich sehe Drogen nicht als Problemlöser, das war ein Fehler, den ich über ein Jahr lang gemacht habe. Alles, was ich in die Finger gekriegt hab geschluckt, vor allem ein anderes Opioid, von dem ich zeitweise, wenn auch nicht sehr schwer, körperlich abhängig war (hatte ich das erwähnt?). Inzwischen habe ich begriffen, dass das nirgendwohin führt. Ich fühle mich auch nicht gut dabei, jeden Tag zugedröhnt zu sein. Schon deshalb würde ich nicht jeden Tag Heroin nehmen. Benzos sowieso nicht, das war nur eine kurze Phase, die sind nicht wirklich mein Ding. Ich sage nicht, ich kann damit umgehen, so gerät man garantiert in die Abhängigkeit, ich sage nur, ich achte jetzt mehr drauf, ob ich wirklich einfach nur Lust habe, Drogen zu nehmen, oder ob ich mich wegknallen will, weil ich mich nicht mit meiner Stimmung (und den Gründen dafür) auseinandersetzen will. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass mich Drogen, wenn ich wirklich down bin, nur noch mehr runterziehen. Da hilft gar nichts, es wird nur erst richtig miserabel. Ich nehme Drogen also nur noch, um die Wirkung zu genießen, mehr nicht. Und siehe da, ich merkte, ich brauche sie gar nicht mal unbedingt, manchmal habe ich schlichtweg keine Lust dazu. Und in eine Klinik kann und will ich nicht, weil ich erstens keine Zeit dafür habe, zweitens nicht will, dass meine Familie so richtig merkt, wie es mir geht, drittens meine Stimmung sich sehr schnell bessern kann und viertens, weil ich es nicht ausstehen kann, eingesperrt zu sein. Fünftens muss ich Drogen nehmen können, wenn ich das will, ich habe nämlich was festgestellt: wenn sie verfügbar sind, geht es mir gleich, sogar ohne (!) sie zu nehmen, wesentlich besser und kein Craving. Wenn nicht, werde ich extrem unruhig (bis hin zu starken Kopf- und Magenschmerzen, da mir Stress gleich darauf schlägt), drehe schier durch und hab die ganze Zeit den Gedanken in meinem Kopf hämmern "ich muss was nehmen, sonst werde ich verrückt". Anders ausgedrückt, Abstinenz ist kein Problem, aber vor der Nichtverfügbarkeit habe ich panische Angst. Die einzige vernünftige Erklärung dafür ist die Angst, im Bedarfsfall nicht auf den "Problemlöser" zurückgreifen zu können, da Drogen aber keiner sind, sollte es sie eigentlich nicht geben, aber Gefühle unterwerfen sich nunmal oft keiner Logik und dann kann ich, obwohl ich zu Hyperrationalität neige, mich auch nicht mit der beruhigen. Ohnehin ließe sich der größte Teil meiner Probleme mit etwas mehr Anstrengung in der Schule oder ganz radikal durch eine andere Wohnung lösen, aber das erste ist mir sehr zuwider, das zweite geht aus verschiedenen Gründen nicht. Also versuche ich, Diplomatie anzuwenden. Scheitert bislang immer wieder an aufgestautem Frust und Aggressionen, aber wer lange genug wartet, kriegt immer was er will, und wo die Realität nicht greift, tröstet die Statistik^^ Naja, um zum Thema Heroin zurückzukehren, ich habe mir das, was du geschrieben hast, sorgfältig durchgelesen und es ist nicht so, dass es mir nichts bedeutet, aber jetzt habe ich noch Zeit, mich kaputtzumachen, später nicht. (Keine Sorge, Drogen fangen bei nachlassender Wirkung an, mich zu langweilen, dann suche ich mir was anderes - hmm, wie wäre es mit Crack? ...das war jetzt nicht ganz ernst gemeint - oder mache eine längere Pause, wie bei dem anderen Opioid. Ach ja, ich weiß, ich gehe ein hohes Risiko ein, aber im Moment habe ich ohnehin nicht das Gefühl, viel zu verlieren zu haben. Könntest du mir also bitte meine beiden Fragen (Preis und woran man gute Qualität erkennt), sowie eine dritte, die mir eben eingefallen ist, Dosis i.v., beantworten? Danke!

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