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an 62jährige, 18Jährige aus NRW, 19-Jähr

Hallo ihr alle, ich bin es wieder, jene bekloppte 16-Jährige. Ich dachte, ich schreibe mal allen in einem Streich. Zunächst zu meiner momentanen Situation: Ich drücke wieder und brauche nun schon zwei Schüsse am Tag. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen derzeit, therapiemäßig hat sich noch nicht viel getan. Jetzt an die 62-Jährige: Weiterhin danke für deine Unterstützung und sei sie nur virtuell, es hilft schon, wenn man weiß, es gibt da draußen jemanden, der einen unterstützt, mehr eigentlich als die eigene Familie, die durch die Hilflosigkeit, Niedergeschlagenheit und daraus teilweise resultierende Aggressivität mehr im Weg steht, als hilfreich ist, wenn auch zugegebenermaßen ungewollt. Ich gehe doch bald in die Entgiftung, habe ich ja gesagt und bleibe dabei. Ich ballere mein Leben schon nicht weg. Nur das mit der Hochzeit, naja. Vom Heiraten halte ich ja nun nicht viel, ohne stichhaltige Gründe wie Steuervergünstigungen, jemandem Einwandern helfen, solche Sachen, aber sonst finde ich Ehe überflüssig. Und ja, den Körper hat die Sucht, an die Seele glaube ich zum Glück nicht, muss ich um die nicht kämpfen. Ach ja, da wäre noch: Trama = Tramadol, ein Schmerzmittel, jetzt weißt du"s. Und sag mir bitte, was du da ahntest, hattest du geschrieben. Was meinst du damit? Jeder Tipp könnte mir evtl. weiterhelfen, sag es mir bitte. Nun an die 18-Jährige: Nein, ich bin nicht ganz klar; gegenwärtig bin ich mittelgradig zugedröhnt (wie üblich). Ich weiß, dass ich mich kaputtmache, aber ich komme nicht von der Einstellung los, dass der Körper irgendwann eh im Sarg verrottet und psychisch - naja, da ist nicht mehr viel kaputtzumachen. Womit auch immer, im Moment ist es wie gesagt das Heroin und bleibt wohl erstmal die Droge meiner Wahl, damit schreibe ich zum ersten Mal seit einer Weile wieder passend in diesem Forum (nein, nein, es ist selbstverständlich nicht deswegen). Wie gesagt, ich gehe bald in Therapie. Danke für deine Anteilnahme, doch wenn sie von meinem Alter herrührt, kann sie dahin, wo die Sonne niemals scheint, denn ich verabscheue diese Schizophrenie von wegen "bist du 18, bring dich nur ruhig um", wie mit den legalen Volksdrogen Alkohol und Nikotin, aber eine Sekunde vorher, eben kurz vor Mitternacht, ist man minderjährig, damit natürlich ein ganz anderer Mensch, oder ein Mensch anderer Klasse und alle sollen sich gefälligst um einen Sorgen machen. So ein Unfug, als ob es damit zu tun hätte. Und last but not least, dem Schweizer: Deine Fragen beantworte ich natürlich gern, kein Problem. Zuerst einmal, du hast in so ziemlich allem Recht, ja, ich bin sehr damit beschäftigt, mir Nachschub zu beschaffen, das hat (fast) immer Priorität, doch unfrei bin ich mehr wegen dem "Drumherum", nicht so der Droge selbst, aber ja, die anderen Lebensbereiche leiden. In der Schule (genau, Gymnasium) sieht es katastrophal aus, ich bin in letzter Zeit selten da, das Gerenne um die nächste Dosis halt, oder zu berauscht, hinzugehen. Selbst die Bemühungen um eine Therapie fallen zeitweise auf die Zeit, in der ich eigentlich da sein sollte, aber morgen, d.h. heute (es ist halb 3 Uhr nachts), gehe ich hin, großes Indianerehrenwort. Vielleicht ist dir aufgefallen, dass mein Ton heute nicht ganz so ernst ist, nunja, ich bin nicht so deprimiert und auch nicht halb auf Turkey wie beim letzten Mal, als ich schrieb, sondern noch ziemlich voll mit Heroin, oder vielleicht ist es auch schon die der Uhrzeit zu verdankende natürliche Müdigkeit, die mich blödsinnig macht, außerdem bin ich noch aus anderen Gründen gerade total glücklich. Was hattest du gleich noch gefragt... ach ja: Was ich als direkt Betroffene von der These halte? Murks. Physisch stimmt schonmal gar nicht, dass ich innerhalb der, was waren es, 3-4 Wochen so körperlich drauf gekommen bin, liegt daran, dass ich schon vor einem Jahr tablettenabhängig war, körperlich, meine ich, nur noch nicht so schwer. Ansonsten dauert die Entwicklung einer physischen Abhängigkeit ihre paar Wochen, gleich an der Nadel hängen tut man definitiv nicht. Allerdings ist die Wirkung so wunderschön, Euphorie, Wärme, Geborgenheit... ein Zitat aus "Trainspotting" (weiß nicht, ob du den Film kennst, wenn nicht, anschauen, geniales Ding!) bringt es auf den Punkt: "Nimm den besten Orgasmus, den du jemals hattest, multiplizier ihn mit tausend und du bist noch nichtmal nah dran." Das ist wirklich verdammt nochmal wahr. Klar, dass das einen verleiten könnte, es nochmal zu machen und dann nochmal und nochmal... soweit das Klischee. Vielleicht versucht man sich ja auch als Wochendendfixer (ok, also daran habe ich zumindest für mich selbst nie geglaubt, möchte ich mal klarstellen; diese wenigen H-User, die es nur ab und an machen oder die ihr Leben trotz regelmäßigen Heroingebrauchs, ich sage es jetzt mal so - unauffällig - leben, gibt es aber), nach dem Motto "süchtig werden die anderen", kein rationaler Grund, warum nicht man selbst, aber auch keiner wieso schon. So genau ist es nicht erforscht. Ob es eine Suchtpersönlichkeit gibt, ist auch umstritten, doch ich denke, dass ich definitiv ein Mensch bin, der dazu neigt, sich an etwas zu hängen und etwas exzessiv zu machen. Ich habe Borderline, vielleicht liegt es daran. Aber ich hatte es schon als Kind. Nachdem ich meinen Game Boy bekam, drohte meine Mutter etwa allzu bald mit der Wegnahme, weil ich "süchtig" danach sei. Gegenwärtig sind mein anderes Laster eher Süßigkeiten ;). Darf ich fragen, wieso es dich interessiert? (Nicht ich, du bist ja auf diese Seite gegangen, meine Einträge dürften ja wohl ein Zufallsfund sein). Wenn du mehr wissen willst, frag ruhig, ich beantworte dir gerne, was ich weiß. Danke euch allen fürs Schreiben und jedem anderen fürs Lesen. Das ist ja ein pervers langer Text geworden, aber gut, ist schließlich auf drei Personen verteilt. P.S.: Errare humanum est und "vür veler haffted di taschtatuhr" - verzeih mir nun, liebe 62-Jährige die Korrektur (und den unrhythmischen Reim), ich will halt Irrtümer vermeiden, Leute, die Selbsthilfeeinrichtung heißt Synanon.

Substanzen

  • Heroin

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