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Albtraum

Nachdem wir im Supermarkt eine Flasche Wodka geklaut hatten sind wir zum Kurpark gegangen, wo wir zwei Strandkörbe zu einem kleinen Unterschlupf zusammen schoben.

In dem einen waren mein Freund J. und ich, in dem anderen M. und V., zwei alte Freunde von J., die ich grade erst kennen gelernt hatte.

Die beiden mochten mich und das gefiel mir, weshalb ich mich wohl beweisen wollte.

M. holte einen Joint raus und machte ihn an. Er hatte gesagt dass da noch irgendwas anderes drin ist außer Weed, aber das störte mich nicht.

Die nächste in der Reihe war ich. Ich machte mir gar keine Gedanken, da ich schon mal gekifft hatte und es bisher immer nur so gewirkt hat, dass ich einfach gut drauf war.

Ich hatte den Joint in der Hand. Er war dünn, was aber nichts heißen sollte. Ich nahm drei bis vier Züge und hab ihn meinem Freund. Ich spürte noch nichts, das war ungewohnt, weshalb ich beim nächsten mal ruhig noch mal gut mitgemacht hatte. Den letzten Zug des Joints nahm ich auch noch. Langsam kam ein leichtes angenehmes Kribbeln in meinem ganzen Körper und meine Augenlieder senkten sich angenehm. Ich hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen, mir ging es gut.

M. fing an extrem sinnlose Dinge zu erzählen.

Ich musste lachen, weil es so dumm war, ich musste immer weiterlachen, ich konnte gar nicht mehr aufhören. Es war nicht mehr gut das spürte ich. Ich merkte dass J. die Situation nicht mehr gut fand. Ich versuchte mich wieder etwas herunter zu fahren, doch ich musste wieder lachen, so doll hatte ich noch nie gelacht und es schlug um in schmerzhaftes lachen. Ich musste mich zur Seite drehen, mich zusammenrollen, einen Bauch festhalten.

Ich schaute rechts aus dem Strandkorb und es war still um mich rum, nur der Wind kam mir ins Gesicht. Es war schön und leicht und ich wollte fliegen.

Ich setze mich wieder richtig hin, richtete mich auch und breite meine Arme aus. Ich sagte zu den anderen sie sollen es auch ausprobieren. Wenn sie wollten können sie fliegen. Ich atmete tief ein. Ich hatte das Gefühl der Strandkorb würde sich gleich öffnen und ich könnte fliegen so hoch ich wollte. Ich fuhr wieder runter und lehnte mich an. Ich drehte meinen Kopf, um J. anzusehen. Er sagte etwas zu mir, was ich aber nicht wahrnehmen konnte. Ich ging ruckartig mit dem Oberkörper nach vorne, lehnte mich wieder an. Ich blickte die anderen beiden an, die mich ebenfalls anschauten. Dann drehte ich mich wieder J. zu der das selbe wieder zu mir sagte und ich mich wieder schlagartig aufrichtete um mich wieder zurückfallen zu lassen. Ich blickte V. und M. wieder an, die mich mit genau derselben Mimik wieder anschauten. Es ging mir nicht gut, ich war wie in einem Kreislauf gefangen. Ich wollte dass das aufhörte. Ich hoffte es sei nur ein Traum aus dem ich gleich wieder aufwachen könnte. Doch es wiederholte sich ich griff J. am Arm und sagte, es solle aufhören. Ich fing an zu weinen. Es war nicht zu ertragen. Irgendwann hörte es auf und vor meinen Augen wurden Bilder abgespielt. Sie waren wie auf einem Band was sich schnell im Kreis drehte. Ich war in einer Spirale. Es waren verschiedene Bilder von verschieden Situationen, die nichts miteinander zu tun hatten. Es war anstrengend. Ich musste Kraft aufwenden, damit die Bilder weiter abspulten. Ich wollte das. Ich ballte meine Fäuste. Ich musst mich immer doller anstrengen und die Bilder spulten immer schneller ab. Immer wieder sah ich J. vor mir.  Das bewirkte, dass ich noch mehr drückte. Manchmal sagte eine Stimme „Stürze“.

Ich musste mich immer mehr anstrengen. Und mit jedem neuem Bild und dem noch mehr anstrengen, kam immer mehr Wille mich noch mehr anzustrengen.

Ich wollte Hundert Prozent in diese Richtung. Ich wollte meinen ganzen Körper so dolle anspannen wie es geht. Ich hab gedrückt bis es schon in meinem Kopf weh tat, dadurch wollte ich es aber noch mehr und hatte noch mehr Kraft zu drücken. Es ging immer weiter. Die Spirale drehte sich immer weiter. Mit der Zeit bekam ich Sicherheit dass meine Kraft mich nicht im Stich lässt. Aber mein Pressen wurde immer und immer doller. Es fühlte sich übermenschlich an. In meinem Kopf kam der Gedanke, so müsste sich jemand fühlen, der aus einer Nahtoterfahrung sich sein Leben zurückerkämpft. Das würde nur gehen wenn man es wirklich wollte. Und ich wollte es. Ich wollte zurück zu J., zurück in die Realität.

Ich drückte und drückte und wollte. Ich schrie so laut ich konnte. Die Bilder drehten sich so unfassbar schnell. Es war wie ein Film und ich wusste wenn ich weiter durchhalte und immer mehr gebe, würden die Bilder bald flüssig sein. Es kamen auch schöne Bilder. Zum Beispiel war J. in mir drin und ich musst schreien weil es so schön war. Ich ging mit meinem Körper hoch und runter ganz gleichmäßig. Ich schrie dabei und drückte immer noch wie verrückt und es wurde immer leichter. Ich hatte immer mehr Sicherheit. Ich schrie und mein Körper wurde leichter ich blinzelte in meinem Traum und konnte mich Stück für Stück aufrichten. Ich schrie weiter. Ich war wieder in dem Meinem Körper zu Zeiten als ich ein Baby war. Ich schrie so dolle wie ich konnte, immer doller und doller. Ja ich konnte das schaffen. Einfach pressen einfach weitermachen. Alles rausholen.

Ich musste nicht mehr drücken. Ich sah J. neben einem Mann stehen der mich aus dem Strandkorb hob.

Substanzen

  • Cannabis

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