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Babylon

Ich grüße zunächst die interessierten Leser, hier meldet sich jemand aus dem "Großraum" Hamburg, einem kleinen Dörfchen verschlafend angrenzend an Schleswig Holstein. Ich bin 18 Jahre alt, neuzeitlicher Schüler, ganz ohne eine Menge Kaffee nicht wachzubekommen, genieße einen großen Kreis von durch und durch gut gelaunten Potrauchern. Wieviel ich letztendlich rauche ist nicht allzu wichtig, jedenfalls würde ich "mind. 1x täglich ankreuzen", was ja auch stimmt. Eigentlich hat alles mit sehr wenig angefangen, war meine ersten Lebensjahre ständig in Bewegung, von Erfahrungen die ich in meinen jungen Jahren nicht verstanden habe, dazu gezwungen in Umgebung Rom"s ständig hin und her rumzuziehen. Wir alle genießen ein schönes Familienleben, mein Vater erzählt uns manchmal, wenn auch eher meinem Bruder, seine frühen Erfahrungen, wobei es sich nicht selten um eigene Erfahrungen mit einigen Drogen handelte. Während mein Vater gerne an seiner Zeit als Jugendlicher festklammert und wir uns unsere Besorgungen ohne jeglichen Bedenken untereinander teilen, hält uns meine Mutter einige Male zurück und sagt dann auch was, was nicht sonderlich schlimm ist - nicht selten lehne ich sogar ab, vor ihren Augen ein bißchen was zu rauchen. Warum erzähle ich das, nun alles was ich euch erzähle, hat mich gestern bei einem Spaziergang in Hamburg zu einer interessanten Erfahrung geleitet und ich möchte nicht verschweigen, dass ich in dem was ich tue, vollkommene Zuversicht habe. Ein Freund rief mich am Morgen um 11 Uhr an, ich stand sogleich auf und ging ans Telefon. Vor glatt einem Jahr waren die meisten noch sehr radikal was anderes Zeug angeht als Marihuana, während andere, unter anderem auch ich, - vielleicht auch gereizt durch das, was man mir so erzählte - eine eher typische und ähnliche Position vertreten wie: "wenns mir angeboten wird, wüsste ich nicht ob ich"s nicht auch ausprobieren würde". Ich hatte mich zuvor mit mein Bruder unterhalten - ganz aus dem Interesse war LSD auf der ersten Stelle meiner Liste. Jedenfalls sagte er mir bescheid, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm halt ein paar Pilze einzunehmen. Ich hatte es schon einmal gemacht, hatte eine reiche Staffel an Symptomen erkannt und kam zu dem Schluss, das es schon einfach "Anders" war. Ich sagte ihm zu, er würde einfach gerne mit jemand Anderem noch ein Spaziergang machen, eine rein freundschaftliche Geste, in der Geld keine Rolle spielte. Wir packten uns mit ein paar Böllern zu, gingen in einem großen teilweise behügelten Wald und aßen jeder etwa 2g. Wir spazierten um die Gegend, rauchten bloß Zigaretten, wir wollten irgendwann mal anrufen um mal "kurz an der Tüte zu ziehen", einfach weil soviele Leute unterwegs waren, aber fürs erste redeten wir, zündeten die paar Sachen die wir mitgenommen hatten und genoßen das Gefühl einfach nutzlos zu sein. Mein Freund, derjenige der ein bisschen mal hier und da rumprobiert hatte, war erstens etwas enttäuscht, denn selbst nach langer Zeit blieben die Optics einfach aus, mich allerdings bekam es zu einem wirklich unbeschreiblichen Gefühl, über alles zu reden, sich vor keiner Erscheinung einschüchtern zu lassen, einfach frei zu sein. Wir verwickelten uns in einem tiefen Gespräch, ich redete und redete auf ihn ein, er antwortete in einer sehr angenehmen Weise bestätigender oder sogar erkenntnisreichender Worte. Ich habe verstanden meine Mitmenschen in ihrem Selbst zu akzeptieren und bin mir selbst meiner Schwächen bewusst und ich war es, der dann zu aufrufenden, ja nennen wir es vielleicht auch, "Reden" ausholte, die ich selbst vertrete dem Kampf der Zivilisation - ach lassen wir es mit den Worten - gegen dem aus kommerziellen Begriff "Babylon" ausholte. Mit voller Größe konnte ich ausholen um auch jede Normalität eines von uns vorgeschriebenen Lebens in den Dreck zu ziehen, vielleicht auch etwas übertrieben, jede Begrifflichkeit zu verteufeln, auf Rückfrage ja sogar die Festlegung einer Vorstellung der endgültigen Anarchie zurückzuschlagen ohne mich jemals zu fragen, was ich da jetzt wirklich erreichen will. Es blieb dabei, es war ein erkenntnisreiches Gespräch, ganz erstaunliche Übergänge zu vielen Aspekten. Allerdings artete es sich jedoch irgendwann zu Anzeichen offenem Hasses gegen Babylon, dem unaussprechlichen, einem Menschen unantastbar zu wirkenden Übel, aus, doch dann trafen wir auf einige unserer Freunde. Der Eine wusste, dass wir nunja "drauf" waren, dem Anderen hätten wir es vielleicht nicht so gern gezeigt, ganz auf gegenseitigem Vertrauen zu dem Ersteren gegenüber beruhend. Ich konnte mich ganz von der unglaublichen Freiheit erst schwer abflauten, ja fast geil davon mich in einer Diskussion über eine innere Begierde nach Wissen zu vertiefen und selbst unter einigen kleinen Macken meiner Freunde im Sinne des Teilens und, ja ich mag übertreiben babylonischer, Einstellungen aufzuregen und sie zu Vernunft zu bringen - ich konnte mich jedoch noch beherrschen und keiner nahm irgendjemandem was übel. Als wir dann aufbrachen und ich keine Nummer fand für die Feier die im späteren Verlauf des Tages wichtig war, entschließ ich mich etwas selbstzweifelnd nach Hause zu gehen und hier will ich ansetzen: Ich war am U-Bahnhof und plötzlich begann es mich zu überkommen. Der Anfang, eine Zigarette noch kurz draußen rauchen, es ging ein kofferbepackter Mann, natürlich vollkommen übereifrig - ich sagte zu mir STRESS STRESS STRESS. Nahm ein 50er (Euro) in die Hand und schreitete auf den Automaten zu, als würde ihm gleich um die Ecke der Feind auf ihn lauern. Ticket kaufen, 2.60 das Ticket, 3.00 im Automaten, 0.40 zurück - das Display versprach ein vollautomatischen Anblick, es fühlte sich an wie ein Spiel. Hetzende Leute sprangen die Rolltreppen hoch, OH MEIN GOTT WIR DÜRFEN KEINE ZEIT VERLIEREN. Dann in die Bahn rein und der Anblick bei so einer unfreundlichen Beleuchtung nach draußen ließ mich innerlich kochen - Block folgte nach Block, verkommenes Babylon erstreckte sich über die Felder. Angebaute Wälder, müllverschleuderte Natur und weiteres ließen mich fast zittern. Keine Angst wirklich, in dem Moment hätte ich am liebsten alles brennen gesehen. Einblicke wie ich sie nur selten hatte, nur verstärkt. Nichts und niemand konnte mich von dem Anblick ersparen. 13 Minuten fuhr ich mit stillen Mitgefährten in der Bahn, die einem nicht in die Augen blicken würden, die keinen Finger für mich rühren würden - BABYLON. Das war es, ich rannte aus der Bahn raus, verbrannte das Ticket und hätte geschrien wie es für mich niemals aus reinem Impuls kommen würde. Doch ich hielt mich zurück. Ich war kein Anderer als Ich, vielleicht war es das Tier in mir das da aufbrüllen musste, denn ich weiss, das ich für das was sich uns entgegenstreckt nicht bereit bin zu kämpfen, weil ich da nichts finde, wirklich nichts. Es geht um meinen Erfahrungsbericht, deswegen fasse ich mich jetzt endlich mal kurz: Ich kam nach Hause und wusste, dass Alles vorbei sein würde, wenn ich die Tür aufmache. Ich wusste dass ich mich unter Kontrolle hatte. So kam es auch. Ich kochte noch mit meiner Familie - was mit mir noch werden wird, das weiß ich wirklich nicht. Ich hab noch eine Menge vor mir, wenn ich in diesem Dschungel überleben muss. Ich stehe was meine Zukunft betrifft mit leeren Händen da, ich habe es noch zu wenigen erzählt und für einige mag es grausam klingen, aber ich halte mein Leben so über Wasser. Ich habe noch eine Menge vor und da ich kein Horizont sehe, sehe ich derzeit auch keine Grenzen. Wünscht euch viel lieber, und das mein ich Ernst, Glück, Ich hoffe ihr hattet einen interessanten Einblick an einer anonymen Seele im Umkreis Hamburg. Babylon

Substanzen

  • Pilze

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