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Chemische Drogen und ihre Folgeschäden..

Hallo Leute, ich erzähl euch mal meine Geschichte.. Die ist aber evt. nicht für jedermann geeignet, also keine Filme schieben wie ich. Als Kind und sehr junger Jugendlicher war ich immer sehr sportlich unterwegs, achtete immer auf meine Ernährung und meine Gesundheit und sagte mir damals immer: Drogen? Niemals! - Denkste... Kommt die Jugend, kommt der Leichtsinn. Ich hatte immer schon den Drang mich von anderen mitreißen zu lassen und so fing ich mit 13 Jahren an zu rauchen, wenig später mit 15 dann den ersten Joint, der allerdings null wirkte. Beim nächsten Mal war das dann anders, da erfuhr ich das erste Mal was es heißt richtig breit zu sein. Ich fand es absolut genial. Diese Entspanntheit, die Lachflashs, die Fressfilme. Wahnsinn! Und dieses Gefühl sollte mich dann die nächsten 10 Jahre täglich begleiten. Wir waren zu der Anfangskifferzeit eine große Klicke in unserem Dorf von ca. 20 Leuten, die den ganzen Tag nur zusammengesessen hat und sich die Birne zugeraucht hat. Es war eine geile Zeit, in der wir viel gelacht haben und uns über alle und jeden lustig gemacht haben. Wir rauchten Joints, Bongs, bis zu 20 Köpfe (und mehr) am Tag. Alkohol war nie von großer Bedeutung, da musste schon ein Geburtstag o.ä. anstehen. Egal, der Rest war schon schlimm genug eigentlich. Natürlich waren paar jünger, paar älter. Die Großen gingen damals am Wochenende immer abfahren und schmissen sich irgendwelche Teile und Pappen rein. Ich wollte von sowas nichts wissen, malte mir erst garnicht aus, wie sowas wohl wirkt. Ich fragte auch nie danach. Meine Welt war das Kiffen. Irgendwann jedoch kam auch ich in den Genuss des Abfahrens. Ich war 17 Jahre alt. Wir waren alle auf einer Faschingsparty in einer riesigen Halle bei uns im Ort. Mein bester Kollege von damals bot mir eine Pille an und meinte wenn ich die nehme, würde ich den Sinn des Lebens und ein viel tieferes Gemeinschaftsgefühl erfahren. Ich hatte zunächst panische Angst, da ich mit Chemie vorher noch nie zu tun hatte und mir mein (damals noch) gesunder Menschenverstand gesagt hatte: Lass es sein! Da jedoch schon sämtliche Hemmschwellen durch den Alkohol bei mir gedämmt waren und ich scheinbar nicht mehr richtig urteilsfähig gewesen bin nahm ich sie doch. Es ging keine halbe Stunde, da durchfloss ein wellenartiger Stromschlag meinen Körper und ich wachte in einer anderen Bewusstseinsebene auf. Ich war topfit, hatte diese derben, noch nie vorher dagewesenen Glücksgefühle und einen Rededrang ohne Ende. Wir feierten durch die Nacht und waren uns näher wie die dicksten Brüder. Ich hatte die beste Party meines Lebens! Dieses Gefühl gefiel mir so sehr, das ich es nahezu an jedem Wochenende wiederholte. Aber ich blieb immer bei 1er Pille und nicht mehr. Hatte da so irgendwie meine innere Moral. Das ging so ca. ein halbes Jahr gut, als ich dann den Freundeskreis wechselte. Ich bin von meinen Dorfhomies zu den Stadtleuten gewechselt. Diese Leute waren schon viel tiefer eingetaucht in die Welt der chemischen Drogen. Durch sie ließ ich mich u.a. zu Dosissteigerungen überreden, die buchstäblich übertrieben waren. Sie schwärmten alle von der nächsten Dimension, die ich auch wirklich erlebt habe. Ich steigerte mich auf bis zu 15 Teile pro Abend. Der Bewusststeinszustand bei dieser Menge war schon abartig. Wir feierten jedes Wochenende, meistens von Freitag bis Sonntag durch. Das bestimmt über 2 1/2 Jahre. Auch LSD, Koks und Pepp kamen dabei nicht zu kurz. Habe in dieser Zeit auch mal H ausprobiert, jedoch nur gesnieft. Als ich 18 war brach ich auf Grund des übermäßigen Konsums und den damit einhergenden psychischen Problemen und der Null-Bock-Einstellung die Schule ab und machte erstmal 1 jahr blau. Ich musst mich dann zunächst einer schwierigen Mittelhandknochen-OP unterziehen, diese hatte ich mir früher beim Sport zugezogen. Ich hatte 3 Monate einen Gips und war eh lange krankgeschrieben. Zu dieser Zeit stürzte ich dann richtig ab. Ich baute mir z.T. Teile allein zu Hause, morgens, mittags, abends. Verdammt ich hab soviele Dinger geschluckt dass ich nichtmal sagen kann wie viele es tatsächlich waren.. Ich habe die Dinger so gut vertragen und man sah mir den Konsum auch nie an, das würde mir mein Körper noch heimzahlen. Damals noch nicht, aber später.. Mit 19 fing ich eine kaufmännische Ausbildung an. Mitten in dieser Zeit hatte ich dann mein Schlüsselerlebnis. Es war wieder mal an Fasching. Ich konsumierte Speed, Weed, Teile. Die Teile waren scheinbar in LSD getränkt oder glasiert wie man hier sagt. Ich baute mir 4-5 Stück, feierte bis spät in die Nacht hinein. Danach ging ich noch mit zu einem Kollegen, Afterhour machen. Gegen 8 Uhr morgens lief ich zu mir nach Hause, wo schon meine "damalige" Freundin im Bett auf mich wartete. Ich versuchte mich hinzulegen und zu schlafen. Ich bekam kein Auge zu.. Alles leuchtete und bewegte sich um mich herum, ich war total aufgedreht. Mein Film sollte noch über Stunden anhalten.. Ich Idiot starrte die Poster an meiner Wand an und vertiefte mich in die schwingenden Bewegungen. Es war ein "Tupac" Poster das es mir angetan hat.. Er schaute mich die ganze Zeit an und veränderte ständig seine Mimiken, blinzelte mir zu und fing plötzlich an mich sehr böse anzublicken! Da fuhr mir ein Schauer den Rücken runter und mir wurde ganz ganz komisch. Ich kam mir plötzlich hilflos und ausgeliefert vor. Ich bekam Herzrasen und Todesangst ohne Ende und das war erst der Anfang. Ich konnte mich einfach nicht mehr beruhigen.. Die Halos liesen eigentlich sofort nach, aber mein Gemütszustand nicht. Ich hatte eine richtig heftige Panikatacke, was mir zu dieser Zeit allerdings nicht bewusst war. Ich rannte wie ein verrückter in meinem Zimmer herum und wollte mich irgendwie ablenken, stattdessen machte ich mich immer mehr verrückt. Mir wurde heiß, kalt, richtig elend und übel, aber ich konnte mich ums verrecken nicht übergeben.. So einen Zustand hatte ich noch nie verspürt. Ich redete auf mich selber ein, alles brachte aber nichts. Ich dachte ich bin dieser Droge ab jetzt ausgeliefert und bleibe hängen.. Ich dachte ich kippe um und muss sterben. Meine Freundin wachte auf, schrie mich noch dazu an, da sie garnicht verstand was mit mir los ist (sie konsumierte keine Drogen, hatte also gar kein Plan wie sowas überhaupt wirkt etc., dazu war sie cholerisch). Panisch bin ich ein Stockwerk nach unten gerannt, wo mein 2 Jahre jüngerer Bruder schlief. Ich weckte ihn auf und schilderte ihm meinen Zustand und was ich alles konsumiert habe.. Er überlegte wie er mir helfen kann und fand schließlich eine Telefonnumer der Drogenberatung. Er rief dort an und bekam durch Zufall einen Psychologen an die Leitung. Diese Person verlangte dann nach mir und redete auf mich ein. Es geschah ein Wunder.. Ich redete keine 3 Minuten mit der freundlichen Stimme, da verschwanden plötzliche alle Symptome schlagartig. Mir ging es sofort richtig gut und ich wusste es ist vorbei.. Ich war erleichtert.. Das war wie gesagt mein Schlüsselerlebnis, dies war die erste richtig böse Nebenwirkung meines übermäßigen Konsums in meinen frühen Jahren. Seit dieser Zeit hatte ich mehrere Panickatacken mit diesen Gemütszuständen wie oben beschrieben, und zwar ohne Drogen zu nehmen. Immer wenn ich eine sehr stressige Zeit hatte und noch habe (Freundin, Beruf, sonstige Sorgen) bekam/bekomme ich richtig üble Magenprobleme, alles schlägt mir seitdem sowas von auf den Magen und ich bekomme diese Panikatacken. Auch seelisch bin ich sehr labil geworden. Seit guten 2 Jahren nehme ich jetzt Antidepressiva, mit denen ich diese Zustände einigermaßen in den Griff bekommen habe, jedoch würde ich mich nicht als geheilt ansehen. Habe von dieser Zeit auch eine kronische Magenschleimhautentzündung bekommen, die mir zum größten Teil mein Leben schwermacht. Von den Drogen bin ich ohne eine Entziehungskur o.ä. zu machen losgekommen. Sagen wir so, die Panikatacken sind einfach zu unerträglich, sodass ich sehr großen Respekt vor Drogen bekommen habe. Chemie fasse ich nicht mehr an, ab und an mal einen rauchen zum Entspannen, aber mehr ist nicht. . Ich muss mittlerweile immer sehr viele Medikamente nehmen um meine Magenprobleme etwas zu lindern. Ich bereue diese Zeit mittlerweile so sehr, so gut sie auch war. Die Ausmaße sind einfach fast unerträglich. Also liebe Konsumenten und die, die es noch werden wollen: LASST ES SEIN! ES IST TEUFELSZEUG! Jeder, der damit in Kontakt gerät bereut es am Ende - Jeder! Grüße aus BW

Substanzen

  • Mischkonsum

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