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Diagnose: Neurose

Das hier ist meine Geschichte. Ich wusste schon als kleines Kind irgendwie, dass ich irgendwannmal Drogen ausprobieren würde. Und ich hatte recht...

Mit 13 Jahren fing ich damit an, am Wochenende Alkohol zu trinken wie die Meisten in dem Kaff wo ich herkomme. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch noch nicht ganz 14 war, als ich meinen ersten Joint rauchte. Kiffen und saufen wurde schnell zur Gewohnheit. Ich hatte sowieso ziemliche Probleme zuhause und natürlich auch in der Schule sollte vielleicht noch erwähnt werden. Mit 14 fing bei mir die Autoaggressionen an. Ich zerschnitt mir ständig Arme und Beine, zerfetze mir selber die Lippen, kaute sehr stark an den Fingernägeln...ich hatte auf nichts Lust und war gleichzeitig tot-traurig...

Ein Typ den ich vom Weggehen kannte, gab mir dann meine erste Portion MDMA. Ich fand es unglaublich geil, fühlte mich zum ersten mal seit langem einfach wieder gut. Meine Freunde waren halb geschockt, halb erfürchtig. Aber auf jeden Fall wurde mir dadurch auch Aufmerksamkeit zuteil nach der ich immer aus war, geb ich offen zu. Von nun an nahm ich öfter mal MD aber immer mit längeren Pausen dazwischen. Ansonsten ging das Kiffen und Alkoholtrinken weiter, vorallem Letzteres wurde immer krasser. Die Leute an meiner Schule mieden mich zwar aber ich hatte bald einen Gewissen Ruf. Die irgendwie gefährliche, psychotische, die mit Drogen Erfahrungen hatte. 

Mit 15 fing ich dann an mich selbst zu medikamentieren. Ich leide schon immer an Schlafstörungen, die wurden immer krasser. Mein Hausarzt gab mir Schlaftabletten mit denen ich mich jeden Abend richtig zudröhnte und die empfohlene Dosis mehr als nur überschritt...Ich war immer ein bisschen stolz darauf, dass ich so leicht was zu kiffen organisieren konnte, MDMA nahm und soviel Alk vertrug...die Autoaggressionen wurden auch ein wenig besser. Im Sommer landete ich zum ersten Mal auf einer Goa in der Schweiz. Im Vergleich zu den meisten Leuten dort fühlte ich mich richtig unerfahren. Ich warf mir richtig viel MDMA rein, dazu trank ich noch unglaublich viel. Ich glaube, dass das ziemlich gefährlich war was ich damals gemacht habe ich merkte, dass meine Körpertemperatur extrem erhöht war, ich glühte förmlich und dachte irgendwann, ich würde niemeher runterkommen, es war meine erste negative Erfahrung mit Drogen. Die Tage dannach war ich schwer depressiv, heulte ständig und verbrannte mir die Arme mit Zigaretten.  Ich beschloss ab jetzt einen Gang runter zu schalten, was mir aber leider nicht gelang. Als die Schule wieder anfing ging auch mein Medikamentemissbrauch und das exzessive Kiffen wieder los. Ein weiteres Jahr an dem ich jedes Wochenende soff und vorallem hatte ich jetzt auch noch die Goaszene für mich entdeckt. Anfangs lief es aber gut bezüglich Drogen auf Goapartys, es blieb allerhöchstens ma l bei einer niedrigen Dosis Speed oder MDMA. 

Als ich dann 17 war passierte mir etwas ziemlich Schlimmes was ich hier nicht beschreiben will weil es eine ganz andere Geschichte ist. Daraufhin verpasste ich mir eine kräftige Dosis Sommnubene, die ich teils lutschte, teils mit Wodka runterspülte. An vielmehr kann ich mich dann auch nicht erinnern, weiß nur, dass ich seitdem an Angstzuständen litt und ständig unglaublich traurig war. Nun war aber auch irgendwie noch eine Schranke für mich gefallen. In der folgenden Zeit probierte ich Pilze, zog mir vor einer Lehrerin Speed als wir auf Klassenfahrt waren und lutschte immer mal wieder Benzos wenn mir alles zuviel wurde. Eine Goa ohne Drogen? Daran war nicht mehr zu denken. Tja, und dann lernte ich meinen damaligen Freund kennen, nur ein Jahr älter als ich, opiat-abhängig. Ich liebte ihn wirklich darum vernachlässigte ich die Schule mehr als je zuvor um für ihn da zusein. Ich hab ihm oft saubere Spritzen besorgt, bin zur Drogenberatung, hab versucht ihn von dem Zeug weg zukriegen. Natürlich erfolglos. Ich wurde von der Schule geschmissen, hatte ein Magengeschwür und war auch psychisch völlig fertig. Eine weile lang machte ich garnichts, gammelte nur herum und am Wochenende ging ich auf Partys. Ich machte Bekanntschaft mit LSD was mir sehr gut geviel. Ich hatte nie einen schlechten Trip und vorallem ging es mir auch Tage dannach noch gut, meine Stimmung war positiv auch wenn mir alles etwas schräg und fremd erschien. Schließlich trennte ich mich von meinem Freund und zog in die Großstadt. Die ersten Wochen waren wirklich schrecklich. Ich hatte keine fixe Bleibe, musste sogar ein paarmal auf der Straße pennen...an Drogen kam ich hier aber noch leichter. Hauptsächlich nahm ich Schlaftabletten und Amphetamine, Cannabis nur noch selten. 

Tja...dann hatte ich endlich eine WG gefunden...und eine Art Ausbildung. Mein Leben schien endlich gut zu werden. In den ersten Wochen war Alkohol eigentlich meine einzige Droge. dann nahm ich wieder ab und zu MDMA oder Speed wenn ich richtig feiern und tanzen wollte. Leider blieben meine Schlafstörungen, durchschlafen gab´s nicht, höchstens 2 Stunden am Stück und einschlafen war jedesmal ein Kampf...es machte mich so aggressiv und wütend, dass ich oft im Bett lag und um mich schlug oder mir wieder selbst wehtat. Dann kam die alles verändernde Woche: Ich schlief praktisch garnicht mehr und ich hatte auch keinen Apettit mehr, musste mich zum Essen zwingen, meistens erfolglos. Dann kam das große Heulen. Ich konnte garnicht mehr damit aufhören obwohl ich sonst wirklich nicht der Typ bin der besonders viel und dann auch noch vor Anderen Personen heult. Nach zwei Tagen durchheulen wusste ich nicht mehr was ich tun sollte. Wie in Trance schnitt ich mir immer wieder in den Arm, sogar über meine Tattoowierung, ich dachte garnichtmehr nach. Ich verbrannte mir auch ganz übel die Hände, sie waren am Tag darauf voller eitriger Brandblasen...Das Schlimmste war aber, dass ich merkte: in meinem Kopf verändert sich was. Oft konnte ich meine Gedanken nicht mehr kontrollieren, hatte Panik sie sogar zu VERLIEREN und hatte dauernd Angstzustände, ohne Grund. Außerdem stellte ich ganz unzusammenhängende Verknüpfungen her, die in meinem Kopf aber Sinn ergaben.

Eine Freundin brachte mich schließlich in eine psychiatrische Klinik. Die Ärzte dort stempelten mich sofort als "Drogi" ab, knallten mich aber gleich mit Medikamenten zu. Diagnose: Angststörung, neurotisch, magisches Denken, leicht selbstgefährdend. 

Ich muss jetzt regelmäßig zur Therapie und meine Medikamente machen mich furchtbar träge. Schlafen kann ich noch immer nicht richtig, die Schlafmittel die ich bekomme haben schnell ihre Wirkung verloren. Ich bin sehr vorsichtig bezüglich Drogen geworden, auch bei Alkohol passe ich besser auf aber ich bin mir nicht sicher ob ich in naher Zukunft wirklich damit aufhören will. So übel das klingt aber es gehört auf eine Art zu meinem Leben. Ich kann nicht einfach aufhören auf Goas zu gehen, ich kann nicht permanent nüchtern sein...mir kommt vor als hätte es in meinem Leben nie eine Zeit ohne gegeben...

Substanzen

  • Drogenkonsument_innen

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Kommentare

Kommentar von Melanie |

Oh je,.........

Hallo an 19 jährige Wienerin,

......................aber ich bin mir nicht sicher ob ich in naher Zukunft wirklich damit aufhören will. So übel das klingt aber es gehört auf eine Art zu meinem Leben. Ich kann nicht einfach aufhören auf Goas zu gehen, ich kann nicht permanent nüchtern sein...mir kommt vor als hätte es in meinem Leben nie eine Zeit ohne gegeben..................

Du steckst sehr tief in deiner Sucht. Überlege dir gut ob du wenigstens zwanzig oder etwas älter werden möchtest. Wenn du leben willst......eine Familie gründen, glücklich werden....dann tu was...wenn du sterben willst, dann lebe weiter so!!! es ist DEINE Entscheidung. Aber bedenke, es ist traurig um dein junges Leben was du wegwirfst. Es gibt sicher Menschen, die um dich trauern und weinen, wenn du den letzteren Weg wählst. 

Ich hoffe für dich, dass du den richtigen Weg in Zukunft wählst und wünsche dir seh

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