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Ein steiniger Weg, aber es lohnt sich!

Bei Miss Abstinenz und mir fing alles vor 5 Jahren an. Erst ständig besoffen um tanzen und entspannen zu können auf Party und dann endlich erlebt, dass es auch ohne Alk aber mit Speed viel besser geht und vor allen Dingen viel klarer. Wir hatten "unsere" Droge gefunden juhu.

Kiffen war öde, alk zu unkontrolliert und Speed unser ideales Pendant! Im Tanzflour sind und waren wir die Stars, keine Müdigkeit mehr und an allen Leuten seinen Laberfilm auslassen-egal was die dazu sagen. So enstehen "Freundschaften", so entseht eine künstliche Offenheit, ein Gemeinschaftsgefühl. Im Nachhinein seh ich die ersten KonsumJahre als die schönen Jahre, der Konsum war gering und geregelt. Fas jedes Wochenende oder jedes zweite zwar- aber wenig und kleine Lines und früh um 9 nach Hause, da sich dann schon die Müdikeit meldete. Aber trotzem war das schon der Anfang einer verheerenden Entwicklung.

Nach einem halben Jahr wollte ich schon nicht mehr ohne Speed auf Party gehen, was leider bis heute so ist. Da ich damals aber sehr auf meine Freund fixiert war (mehr Fluch als Segen) bin ich immer früh mit ihm nach Hause. Speed regelte lange Zeit mein Alkoholproblem auf Party, meine Eifersucht (endlich alles egal), schloss für mich Kontakte und sorgte für Gefühle von Anerkennung und Selbstwert. Ach das Runterkommen am Tag danach hielt sich in Grenzen, Arbeiten konnte ich Montags immer wieder gehen.

Immer dabei war und ist miss Abstinenz, meine geliebte Freundin und Mitbewohnerin und Familie. Alles im Rahmen auch bei ihr? Bis es zu ein paar Krisen kam. Trennung vom Freund einhergehend mit extremen Verlustängsten, Scheidung ihrer Eltern mit allen nur erdenklichen Folgewirkungen und Abhängigkeit zu einem neuen Typen-einem richtig beziehungsgestörten Arschloch, der sie zwar kaum treffen wollte aber es immer wieder schaffte sie zu versetzen und zu verletzen.

Meine eigene Beziehung ging auch den bach runter, meine Eifersucht war groß, die Streite lang, nicht nur meinem Freund war das zuviel auch ich habe meine eigenen Ängste und Sorgen,Selbstwertprobleme und Verlustängste nicht mehr ertragen. Das hieß wieder meh Alk auf Party und länger wach bleiben. Synchrn mit meiner Freundin stiegen wir so richtig ins Partyleben ein und da erkannte ich, dass es ein schnelles Mittel gegen Komplexe, Eifersucht und Verlustängste gibt: mehr Speed! Es dauerte nicht lange und ich trennte mich freiwillig von ihm, "frei" wie ein Vogel und dazu noch Semesterferien waren wir ertsmal von Freitag bis Montag drauf. Abhängen in Buden nach Teknoparty war Standard. Sonnenbrillen total angesagt, wir sowieso die schönsten.

Drogenfreie Freunde hatte ich zwar noch aber der Kontakt spärlich, denn wie sollen die das tolle Freiheitsgefühl nachvollziehen können. Nicht zu merken wie ich nur noch von mir geredet habe, keine Sinn für eine Welt außerhalb der Partyszene zu haben, egoitisch und kaltherzig zu werden, auch dann wenn "man doch schon 4 Tage nix genommen hat" schreitet unmerklich vorran. Paranoia setzt genauso leise ein. Wir haben fast alle Kommolitonen gehasst und uns selbst zu Außenseitern gestempelt, überall es über uns herziehen und tuscheln hören. Wenn wir Donnerstag grade wieder nüchtern waren gings weiter, irgendwann verschwimmen die Grenzen. In der Woche mal Ziehen "um wach zu werden", vor der Uni zu ziehen um die Leute zu ertragen oder die Prüfung zu schaffen normal oder lustig. Bewusst unbewusst sozusagen.

Die Folgen wurden immer schlimmer, nach den Wochenden dachte ich oft zu verdursten oder zusammenzubrechen ich trank mehrere Liter Wasser und heulte und jammerte vor mich hin und betete zu leben und nicht ohnmächtig zu werden und mich zu bessern. Als ich dann irgendwann mal Ectasy dazu genommen habe nach einer Überdososis Speed, glaubte ich an meiner Kotze zu ersticken da mein Kreislauf immer wieder wegklappte. Der Mischkonsum fing an, ein deutliches zeichen, dass es bergab geht und jetzt wirklich alles egal ist.Todesängste in dieser Zeit häuften sich gepaart mit meinem steigenden Egoismus. Das meine Freundin wochenlang in ihrem Bett nach einer Überdosis lag und fürchete zu sterben bemerkte ich nur kurz, woraufhin ich ihr einen Tee hinstellte und sie erst nach etlichen Tagen (oder Wochen?) aufforderte aufzustehen.

Studium musste ich pausieren-prüfungen nicht geschafft. Wie auch wenn die Konzentration gen null ist. Ständige Menstruationsblutungen setzen ein und ich wusste ich komm nicht mehr mit meinem Leben klar. Alles entglitt mir, in den Runterkomm Momenten gab es nur die Liebe zu meinem Ex Freund, die ich als wahr empfand. Änderung kam ins Hauss in dem meine Freundin Praktikum bei ihrem Traumjob machte weit weg von unserer Stadt. Dadurch hatte ich "Zurückgebliebe" auch mehr Motivation nur noch alle zwei Wochen wegzugehen und mich einzuschränken. Das bei uns beiden war wohl eindeutig eine Co Abhängigkeit, die durch unsere enge Bindung entstanden ist. Trotzdem war in der Woche oft alles grau, als ich ihr dann folgte und wir beide dort arbeiteten kam ich richtig runter.

Ein Jahr lang gingen wir fats gar nicht mehr weg und mussten mit den Folgen der letzten Jahre kämpfen. Sofort nach Arbeit ins Bett ausruhen und auch die Wochenenden teilweise komplett im Bett verbringen. Das Zeug hat uns so verbraucht, das wir lange Angst hatten nie weider normal aktiv zu sein. Für Hobbys und Freunde treffen fehlte die Kraft. Dazu kammen bei miss abstinent, die sich in der Zeit so nannte, Depressionen und Burn out. Alte Wunden gehen auf und Familienprobleme schafften sich Raum. Und ich fand zu meinen Wurzeln zurück und kam wieder mit meinem Freund zsammen. Ein wichtiger Schritt denn ohne ihn hätte ich es nicht so schnell wieder geschafft einen Sinn darin zu sehen und echte geborgenheits und Glücksgefhle zu spüren. 

Jetzt weiß ich dass es schon zuviel ist jedes Wochenende eine Nase zu nehmen. Denn wirklich runterzukommen braucht viel länger als ein paar Tage oder Wochen. Schon die Ausscheidungsprozesse dauern und psych. Folgen bemerkt man selbst gar nicht mehr, der eigene Egoismus ist wie ein blinder fleck, den ich erst lange danach wirklich erkannte. Noch ein Jahr später bekomme ich schweiausbrüche, werde verwirrt oder bekomme Durchfall wenn ich nur weiß, das ic hauf Party gehe und Speed nehme. Die Wirkung setzt vorher schon ein, egal wie lange ich nichts mehr genommen habe. Da wird mir auch immer wieder klar wie weit ich schon in den Srudel geraten bin. Eigentlich ist es schon in dem Moment zu spät, als ich ohne Speed nicht mehr auf Party wollte. Nur das ich es aufgrund äußerer und innerer Umstände(die sich ja jederzeit ändern können und daran liegt die Gefahr) es eine ganze Weile im Griff hatte.

Doch ich bin suchtanfällig und werde einige Probleme zu bearbeiten habe in den nächsten Jahren, denn egal wie weit ich weg bin von dem zeug, wer einmal richtig süchtig war kann -wenn alles dumm läuft oder schief geht- immer wieder einrutschen. Und solange ich immer noch unter verlustängsten und selbstwertproblemen leide, ist die Gefahr da. ich meide heute bewusst Freunde, von denen ich weiß sie konsumieren viel. Auch wenn diese nett sind. Nur meine Freundin will ich nicht meiden, die sich ein Jahr fast ohne Drogen aber mit vielen anderen Sorgen über Wasser gehalten hat und jetzt durch oder mit ihrem neuen Freund plötzlich wieder die Wochendende unterwegs ist.

Sie hat mir ihr Speed geschenkt, was sie sonst nie tun würde, weil sie was neues gefunden hat-chrystal. Das ist zum ersten Mal, dass ich das "von Außen" sehe und richtig Angst habe. Einfach weil das noch ne stufe höher ist. Kein Einschalfen am Morgen oder Mittag mehr, sondern die Garantie für ein paar schlaflose Nächte, Gereiztheit und viel. irgendwann wieder Psychosen oder Depressionen. Aber ich weiß was mir damals gefehlt hat als ich auf Abwegen war: jemand der mich liebt aber mir auch hart die Meinung sagt und mich von sich weist solange ich regel. konsumiere. Viel. hätte ich trotzdem eine Weile weitergemacht, aber es wäre eine Grenze in dieser grenzenlosen Zeit gewesen. Und ich werde diese Grenze dieses Mal setzen wenn ihr Konsum wieder regelmäßig und jedes Wochenende von statten geht.

Ich weiß, dass ihr ihr neuer Frend aktuell sehr wichtig ist aber schon aus Selbstschutzgründen und zu ihrem Besten werde ich eine räuml. oder persönliche Grenze ziehen müssen. Und sollte es noch schlimmer werden muss ich das Schweigen über diesen Kosum irgendwann brechen um auch andere Menschen, die ihr wichtig sind aufmerksam zu machen. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das mit der Schlimmste Verrat sein kann aber ich werde die Folgen in den Kauf nehmen, den die Folgen des Speed oder Crystalkosum sind schlimmer als jeder Gesichtsverlust. Diese Folgen drehen sich sich irgendwann um die Frage: Leben oder Sterben. Jeder Vollrausch ist ein kleiner Tod und jeder Langzeitkonsum ein Sterben der Seele. Da braucht es keinen erhobenen Zeigefinger sondern Wissen um den Kosum, Reaktionen des Konsumenten (Drogen verstecken,leugnen, Aggressionen...) und Wissen um die eigenen Grenzen.

Also Leute, seid hart aber liebevoll zu euren abhängigen Freunden und noch etwas: wer gerne und regelmäßig synthetische drogen nimmt sollte sich ganz bewusst fragen was es denn ist, was er nicht erträgt in oder mit seinem Leben. Die Antwort kann viel. so groß und lang ausfallen oder so klar und präzse sein, dass ihr mit viel Herz, Verstand, Disziplin und WILLE einen Weg finden könnt. Auch wenn er über einen Therapeuten, Ortswechsel, eine Weltreise oder eine Abbruch oder Versöhnung mit der Familie einhergeht. Wer weg von der Droge will, sollte sich Fragen: Aber wohin dann? Denn ohne Ziel und tieferen Sinn ist der Rückfahrtsschein meistens schon in der Tasche. Der Weg ist lang aber jeder Schritt bedeutet näher zum Ziel zu kommen! Bei mir liegt das Glück zur Zeit in einer konstanten Beziehung, einer drogenfreien besten Freundin, einer Portion Lebenswillen, einem neugeborenen Neffen und auf dem Rücken der Pferde:)

Substanzen

  • Crystal [Methamphetamin]

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Kommentare

Kommentar von Mona |

Chrystal

Hallo,

herzlichen Glückwunsch! zu deinem NEUEN selbstgewählten Leben. Mein Sohn (23 Jahre) seit 8 Jahren Drogenabhängig ...auch von Chrystal. Ich liebe meinen Sohn über alles und werden ihm JEDE HILFE GEBEN die er braucht..und haben will. Ich möchte, dass er ein glücklicher Mensch wird.

 

Liebe Grüße und alles Gute! Mona

Kommentar von Anna aus dresden |

Hallo mona

hallo Mona

ich hatte dich in einem and. beitrag (teufelszeg) schon mal verwechselt:) Danke für deine Ermutigung bezügl. meines Beitrags oben. Ich hoffe dein Sohn schafft das, gut wenn seine Mutter hinter ihm steht!! Durch diese Phase meines Lebens habe ich (mich inbegriffen- auch wenn ich das ewig nicht wahrhaben wollte) viele junge "Drogenopfer" in DD kennengelernt. Manche von diesen (liebenswerten) Menschen haben schon mit 13/14 angefangen zu ziehen. Es ist schre

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