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Erster Absturz auf Alkohol

Hallo,

Zuerst möchte ich eine Sache klarstellen: Dieser Bericht mag sich vielleicht ganz schön anhören, dennoch war er es die meiste Zeit nicht. Es gab positive Phasen, aber natürlich auch negative. Ich möchte Alkohol hier weder verteufeln, noch in den Himmel loben. Meine persönliche Meinung zu Alkohol ist: Wenig Potential, aber legal und deshalb ganz ok wenn man es nicht übertriebt und/oder zu oft trinkt. 

Alle Namen sind abgeändert! 

Es war irgendwann im Sommer 2019 als ich von einem Klassenkameraden zu seinem 16. Geburtstag eingeladen wurde. Ich würde mich nicht als Introvertiert bezeichnen, dennoch fühlte ich mich nicht wohl dabei auf diesen Geburtstag zu gehen. Zuviele Menschen die ich nicht kannte und dann würde ich noch in einem fremden Ort die Nacht verbringen müssen. Eine Woche lang ring ich mit mir, ob ich wirklich hingehen sollte, doch als die Mutter eines Bekannten mich fragte, ob sie mich ebenfalls zu der Party mitnehmen sollte, war ich dabei. Nennen wir diesen Bekannten Marc. Marc und ich waren seit der Grundschule in einer Klasse und das war es auch. Außerhalb der Schule hatten wir nichts mit einander zutun und in der Schule hatten wir auch nicht viel miteinander zutun. 

Also: Los ging es am 20.8.2019 gegen 21:00 Uhr. Nachdem wir mitten in der Pampa ankamen begrüßte uns mein Klassenkamerad und brachte uns in seine Gerage. Es lief laute Musik, einige Gäste rauchten, einige kannte ich und einige nicht. Sofort lief ich zu einem anderen Klassenkamerad und redete mit ihm in der Nähe der Bar. Ich war nervös und war ein bisschen gehemmt mit den anderen Gästen zu reden, doch nach einigen Minuten kamen immer mehr Menschen zu uns. Sie waren nett und die erste Sorge fiel weg. 

Ich weiß nicht wie, doch plötzlich hatte ich Maß Bier in der Hand und zog es fast auf Ex weg. Was soll ich sagen? Die anderen feierten es wie ich das Bier weghaute. Natürlich hatte ich vorher nichts gegessen also spürte ich den Alkhol einige Sekunden später von etwas. Es war nicht krass, doch ich spürte es.

Dazu muss man sagen: ich hatte zuvor schon einige Male Alkohol getrunken. Sonst spürte ich nicht viel, war maximal angetrunken und das war es auch. 

Der Alkohol fühlte sich gut an. Ich war zufrieden, hatte keine Angst mehr, die Musik ballerte mehr und ich war einfach gut drauf. Also kam ich mit einem Jungen ins Gespräch, der mich ziemlich schnell auf eine Zigarette einlud, die ich nicht ablehnte. Nennen wir ihn David. Ich war kein Raucher, aber wenn es sich anbot, rauchte ich auch eine mit. Obwohl es Sommer war, war es relativ kalt draußen, doch nachdem wir eine Vodka - Sprite Mischen tranken, spürte ich die Kälte nicht so extrem.

Wir lachten viel, erzählten uns Sachen und verstanden uns einfach blendend. Apache 207, Finch Asozial und alles lief, ich war betrunken und glücklich. Ich redete mit Mädchen, tanzte, trank und trank.

An einige Sachen kann ich mich nicht mehr erinnern, deshalb entschuldigt meine wirren Zeitsprünge. Ich versuche sie trotzdem zeitlich zu ordnen. 

Ich trank immer mehr auf meinen leeren Magen und merkte gar nicht mehr, wie ich immer weiter die Kontrolle verlor. Meine Instagram und Snapchat Story wurde geflutet, Telefonate geführt und Audios verschickt. Bis hier hin noch alles gut. Keine Ahnung ob ich mich noch gut fühlte, denn ich fühlte fast gar nichts mehr. Weder die Kälte, Gesichter schienen Fremd und alles was ich tat fühlte sich an, als wär es eine Rückblende in irgendeinem Film. 

Was ich aber fühlte war der Alkohol der meinen Körper bereits soweit infiltriert hatte, dass er wohl keine andere Möglichkeit sah, als meinen gesamten Mageninhalt hoch zu pumpen. Ich rannte (oder wie auch immer ich mich bewegen konnte) nach draußen und erbrach. 

Ich weiß nicht woher das kam, da ich ja stundenlang nichts gegessen hatte, doch es kam. Oh ja, wie es kam. Es fühlte sich so schrecklich an wie mein geschwächter Körper alles aus sich rausholte. Ich wollte einfach nachhause und schwor mir:,, Ich trink nie wieder (Hahaha!)". 

Ich lief ziellos umher, kein Ziel vor Augen und das letzte was ich weiß ist, wie ich hinfiel und einfach die Augen schloss. Ich lag mitten auf einem Kiesweg und obwohl ich endlevel betrunken war: Schlaf nicht ein! Es ist zu kalt! Du musst rein!
Doch ich schaffte es nicht und schlief ein. 

Am nächsten morgen wachte ich auf einem der Sofa in der Gerage auf. Mein Handy war noch da, ich war dreckig, müde, nass und die Körperhälfte auf der ich auf dem Kiesweg lag, war verschrammt. Immerhin: Ich hatte keinen Kater. Es war etwa 9 Uhr morgens und erst um 14 Uhr war ich endlich zuhause. 

War der Abend gut oder schlecht? Ich denke es war 40% gut, 60% scheiße. Die ersten 40% des Abends waren wunderbar. Neue Freunde und Spaß. Die restlichen 60% waren scheiße. Tunnelblick, kotzen, (sehr leichte) Verletzungen und sehr viel ärmer.

Heute schau ich mit einem lächeln auf den Abend zurück. Ich hatte keine Ahnung von ,,langsam rantasten" und das musste ich eben auf die harte Tour lernen. Ich habe mein Limit gefunden und wenn ich Alkohol trinke, dann bin ich auf dem perfekten Level. Im Endeffekt ist es gut das ich diese Erfahrung gemacht habe und gelernt habe: Alkohol wird viel zu sehr verhamlost.

Ich hoffe euch hat mein Bericht unterhalten und einige von euch können vielleicht aus meinen Fehlern lernen. Außerdem überlege ich noch weitere Erfahrungen zu veröffentlichen.

Passt auf euch auf! 

Substanzen

  • Alkohol

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