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Familie kaputt

Ich schreibe hier als "passiv" Betroffener, falls das die richtige Ausdrucksweise ist. Ich bin seit 12 Jahren von Menschen (im Freundeskreis, in der Verwandschaft) umgeben, die kiffen. Ich fand das immer "cool", und "auf jeden Fall besser als betrunken zu sein". Als ich meinen Mann vor 6 Jahren kennen lernte, war es auch absolut kein Problem für mich, daß er ab und zu was rauchte. Ich hab mir auch nie Gedanken darüber gemacht, wieso auch? Ist doch ungefährlich... Bis mir vor einem halben Jahr klar wurde, daß ich da ganz schön naiv war. Denn mittlerweile ist mein Mann abhängig, findet das aber nicht schlimm. Ich kann nur noch Gefühlsregungen in ihm hervor rufen, wenn ich ihm androhe sein Zeug in den Müll zu werfen. Unterhaltungen sind zwecklos - er kann sich wirklich gar nichts merken, was vor 10 Stunden besprochen wurde - es ist als wär es nie passiert. Es ist ihm auch alles egal, alles und jeder nervt ihn, unser Leben ist scheiße(denkt er), allen anderen geht es besser als ihm. Nur wenn er raucht ist seine Welt in Ordnung-sagt er. Daß die Menschen, die ihm früher wichtig waren, daß die Menschen denen er wichtig ist darunter leiden, ist ihm egal. Mittlerweile kann ich ihm gar nichts mehr glauben, er verhält sich wie der typische Abhängige, versteckt das Zeug überall, belügt alle, nur um seinen Konsum zu verstecken und sich Ärger zu ersparen (könnt ja jemand mit ihm reden wollen). Das schlimme ist, er hat zwei kleine Töchter. Früher das wichtigste in seinem Leben. Inzwischen bin ich diejenige die sich um seine Töchter kümmert während er bekifft auf dem Sofa sitzt oder bei einem seiner Kiffer-Freunde abhängt. Und das alles (seine Kinder sind Wunschkinder, unser Leben, unsere Ehe) sind Dinge die ER früher unbedingt wollte. Nichts wurde ihm aufgezwungen. Das alles sind Auswirkungen des Cannabiskonsums. Er ist einfach ein anderer Mensch, ist sich nun selbst der Wichtigste, alles dreht sich darum "einen zu bauen und zu chillen". Klar gibt es alle paar Wochen einen Anflug von Panik, daß ich ihn verlasse könnte (was auch früher oder später so kommen wird) dann versucht er krampfhaft den Konsum einzuschränken, er ist dann nach ein paar Tagen tatsächlich wieder der fröhliche, liebende Ehemann und Vater, der prima Kumpel der er früher war (naja fast jedenfalls). Doch wie gesagt, höchstens 5-6 Tage hält er das durch, dann ist alles beim alten. Ich weiß, wenn ich ihn verlasse wird sein Leben in endgültigem Chaos versinken, höchstwahrscheinlich lebt er dann irgendwo auf der Straße oder mal hier mal dort (hat ja genügend "Freunde"). Denn er ist längst nicht mehr in der Lage sich um irgendwas zu kümmern-hat auch keinen Bock drauf. Ämter, Anträge, Wartezimmer sind ihm schon lange ein Graus und viel zu "anstrengend". Ich frage mich, wie alles so weit kommen konnte, warum ich erst zu spät geschalten hab was da vor sich geht. Ganz klar - weil immer Gott und die Welt erzählt, wie harmlos das Zeug ist. Und leider hab ich das geglaubt. Doch lange kann ich darauf keine Rücksicht mehr nehmen, denn ich werde nicht zulassen, daß mein Leben noch mehr zerstört wird. Und schlimm wird es auch für die Mädchen. Soviele Leben davon beeinflußt - und es steht ohne Zweifel fest, über kurz oder lang wird mein Mann keine Familie mehr haben.

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