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Es ist warm und die Sonne scheint. Heute ist der zweite Urlaubstag und das Wetter soll die nächste Zeit nicht schlechter werden. Ich hab seit ein paar Monaten weder Koks noch Speed angerührt und schreibe jeden Abend mit Liv. Sie scheint nett zu sein und passt, von dem was ich auf den Fotos gesehen habe, voll in mein Beuteschema, auch wenn ich glaube das sie etwas mehr auf den Rippen hat als die Fotos preisgeben. Letztes Wochenende war ich mit Kim, Donny,Emma und Moppo an der Ostsee und wir haben da n bisschen MDMA genommen und das Strandwetter genossen. War ein geiler Trip und eine Willkommene Abwechslung. Die letzten drei Monate ging es mir ziemlich beschissen. Kathi und ich haben uns getrennt, was mich einmal komplett aus dem Leben katapultiert hat. Ich mein klar, wir hatten ständig Zoff wegen Kleinigkeiten und so. Wir haben irgendwann beschlossen, dass getrennte Wohnungen wohl besser wären. Anfangs fand ich die Idee noch geil, ihre ständigen Stimmungsschwankungen und ihre willkürlich explodierenden Tränensäcke waren irgendwann einfach nicht mehr auszuhalten. Sicherlich hatte ich auch meinen Teil dazu beigetragen. Immer wieder schlug ich mir die Nächte in Clubs oder bei Kumpels um die Ohren. Manchmal kam ich erst nach zwei Tagen zurück ohne daß sie wusste wo ich war. Es war halt einfach für uns beide nur noch stressig. Als sie dann ausgezogen war, ging alles ganz schnell. Ich habe mir vorgemacht wir würden wieder zusammen finden, aber sie hat einen endgültigen Schlussstrich unter die Sache gezogen, indem sie mit einem der Jungs aus der Punker WG rumgevögelt hat. Ja, das war echt ne scheiß Nummer, und der Typ, Marc, war eigentlich auch ein guter Kumpel von mir. Aber fuck, ich hab seine Ex, Lisa, auch gebummst und zwar in seiner scheiß Wohnung und auf nem Festival das wir besucht haben. Es war aber tatsächlich eher so n leidenschaftliches Ding und kein "wie du mir so ich dir"- Schwachsinn. Wir haben uns noch ein zwei Mal getroffen aber es dann wieder gelassen. Letztendlich war ich immernoch gekränkt durch die Trennung von Kathi und sie war eher auf der Suche nach was festem. Aber jetzt geht es mir inzwischen viel besser. Ein bisschen rumvögeln, Sport und der Verzicht auf Pülverchen hat mir echt gut getan, und die abendlichen Korrespondenzen mit Liv haben meinen Fokus auf andere Dinge gelenkt. Ich fühle mich seit einigen Wochen nicht mehr Krank und habe wieder diese spirituelle Seite an mir entdeckt. Es ist früh am Samstagmorgen, ich geh zuerst eine kleine Runde laufen bevor ich mir Frühstück und nen Kaffee mache, danach schreibe ich meinem Bruder Rio. Eigentlich ist er mein Stiefbruder, aber wir sind schon von klein auf befreundet. Irgendwann hat meine Mum meinen Dad für seinen Vater verlassen, das stand aber nie zwischen uns. Er ist mein Bruder und mein längster und bester Freund. In den letzten 2 Jahren hat er immer Mal wieder mit Psychdelica experimentiert und ich weiß das er noch ein paar Gramm gute Cubanische Pilze rumliegen hat, die wir uns vorgenommen haben zusammen zu nehmen. -Jo Bruder was geht? Hab Urlaub, bestes Wetter heut für nen Snack find ich. -Jo moiin, Hmmm klingt nicht verkehrt. Kommst du rum? -Bin schon aufm weg, komme zu Fuß. Lass dann raus. Naturevibes und so ja -Ok. Bis gleich. Will noch Kaffee trinken. Ich dreh mir noch Einen für unterwegs und steck das letzte bisschen Ott ein und mach mich los. Als ich ankomme kann ich meine Vorfreude kaum verbergen, werde aber direkt wieder etwas ausgebremst, weil Rio immernoch nicht ready ist. -Jo ich hab jetzt noch gar Nichts gemacht. Ich muss noch duschen und Kaffee trinken., sagt er mit seiner etwas zähflüssigen Art. -Junge hau rein, es ist schon halb 2 und wir müssen erst noch ins Grüne kommen. -Ja jetzt mach hier bloß keinen Stress sonst sind die Vibes im Arsch. -Ja, hast ja Recht ich entspann mich aber sieh Mal trotzdem zu jetzt bitte. Ich kümmer mich um Kaffee. Während der Kaffee durchläuft Dreh ich mir noch eine Kippe und stell mich ans Dachfenster um sie zu rauchen. -Dikka, was für ein herrlicher Tag, Ruf ich Rio durch die Badezimmer Tür zu. - Was? , fragt er -Ich versteh dich so schlecht., und mir wird klar, dass es keinen Sinn hat an diesem Gespräch festzuhalten. - KAFFEE IST FERTIG! HAB ICH GESAGT, - Ja ich komme, bin ready bro. Wir schlürfen jeder ne Tasse Kaffee, teilen dabei die Pilze gerecht auf und packen die Rationen in Folie. 2,1 Gramm für jeden und 0,7 auf Reserve, dann gehen wir los. Als wir Teichhütte verlassen futtern wir jeder die erste Ration und laufen richtigung Willensen. Auf der ersten Großen Wiese eine Kippenpause. -Wie lange ist es her, dass wir sie Dinger genommen haben?, frag ich. -Keine Ahnung, ne halbe Stunde oder so. Vielleicht sollten wir die Reserve lieber doch direkt nehmen. Nur um sicher zu gehen. -Ja ich bin dabei. Zick Zack 2,8 Gramm Cubanische sind im Bauch. Ich schicke Liv noch eine Nachricht, dass ich mich auf ihren Besuch nächste Woche freue und jetzt erstmal nicht schreiben kann. Sie schreibt mir, dass sie sich auch freut uns wünscht mir einen guten Trip, was sie auch wirklich so meint. Mit diesem Boost, an positiver Energie, schländern wir also weiter durch die Botanik. Rio bekommt eine Nachricht bezüglich irgendwelcher neuen Fischereiauflagen die er mir laut lachend vorliest. - Sind das schon die Pilze bei dir?, frag ich. - Nee hier steht einfach nur komplett sinnloses Zeug. Was daran sinnlos ist kann er mir allerdings auch nicht erklären. - Lass Mal noch ne Kippe drehen.,sag ich und hab dabei schon den Tabak in der Hand und den Filter zwischen den Lippen. Ich nehme mir ein Blättchen und geb die Packung mir dem Equipment Rio, lasse aber los bevor er seine Hand weit genug ausgestreckt hat. Der Tabak fällt auf den Boden und wir gucken ihn einen Moment lang an bevor wir in kurzes Gelächter verfallen. -Ich glaub das sind die Pilze,, sagt Rio und fährt fort -Der Aufschlag vom Tabak ist wie ne Art Katalysator man. Klatsch und du bist woanders. So ganz woanders bin ich zwar noch nicht aber ich find die Theorie extrem witzig. Ich dreh mir die Kippe fertig, was ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch nimmt, und wir gehen auf einer großen Wiese Bergauf. Noch bevor ich es schaffe mir die Zigarette anzuzünden ist sie auch schon weg. -Wart Mal, sag ich -keine Kippe, ich glaube die ist mir hier runter gefallen. Ich gucke auf den Boden ins Gras, ich sehe jeden einzelnen Grashalm in 4K aber keine Kippe. Ist auch alles zu durcheinander, wie diese Grashalme übereinander liegen und ahh fuck ey. -Lass weiter, die ist weg man. Rio guckt mich verdutzt an. -Also ich glaub ich hab meine schon aufgeraucht., Sagt er -Nee steckt hinter deinem Ohr., sag ich und zeige irgendwo hin, aber nicht auf sein Ohr. Wir gehen weiter den Berg hinauf und als wir oben angekommen sind setzen wir uns inmitten dieser Grünen Wiese hin und gucken den Weit entfernten, bewaldeten Hügeln beim Atmen zu. -Diese indigenen Völker, die haben ja damit angefangen Pilze zu nutzen, sagt Rio und guckt mich schon mit einem echt verstrahlten Grinsen an. -Was meinste was hat der erste Indianer, der die genommen hat zum anderen sagte? Das Bild verwackelt etwas und ich versuche zu antworten -Ich schätz Mal er hat gefragt, in mir steigt das Dopamin hoch wie ne Kugelbombe an Silvester -Ha ha haaa Haas haste dich auch ANGESCHNALLT?! Spätestens jetzt gibt es kein halten mehr wir brechen in Lautstarkes Gelächter aus, das unmöglich in den Griff zu bekommen ist. Wir lachen und lachen bis das Bild wieder etwas klarer wird und mir Tiefe Erkenntnisse zu Teil werden, die ich aber im nächsten Moment wieder völlig vergesse. Diese Dinger bauen sich auch und brechen wie eine Welle. Laufen aus, klingen ab und im Hintergrund bahnt sich schon die nächste Welle ihren Weg in die Brandung. Ich Lache und Lache. Nicht so wie man über einen guten Witz lacht. Nein, es ist vielmehr so ein tiefes Gefühl unbeschwerten Lachens in absoluter Geborgenheit. Ich lache aus tiefstem Bauch mit, kraftvoller Stimme auf meiner eigenen Frequenz und fühle mich wie sich ein Baby, das auf Mamas Schoß ausgekitzelt wird. Mir laufen die Tränen aus den Augen und der Rotz aus der Nase. Das ist es, das ist der Mensch. Unbehaarte seltsam schwache Lebewesen, die auf der Erde herumlaufen und haufenweise Rotz und Schnodder und Scheiße fabrizieren. Für nichts sonst ist unsere Existenz von Nutzen. Ich gucke neben mich und sehe Rio im Schneidersitz sitzen während ihn ein regenbogenfarbenes Ei umgibt, wie eine Seifenblase. Alles krümmt sich etwas stärker und ich sehe mich, wie ich da sitze und Rio in seiner eierförmigen, regenbogenfarbenen Seifenblase bestaune. Nicht lang nur ein Augenzwinkern, dann wird alles wieder klar bis der Große Zenmeister wieder den Gong ertönen lässt und alles in Schwingung versetzt. Die entfernten Straßen fließen wie Bäche und jedes Blatt an den Bäumen scheint sich in seine eigene Richtung zu drehen. Langsam klingen die Pilze ab und ich finde meine Zigaretten in meiner Hand. Hatte ich sie die ganze Zeit in der Hand? Ich stecke sie mir an und der Rauch sieht aus wäre er in einem Pixar Studio animiert worden. Die Wolken im Himmel formen verschleierte Gesichter mit wunderschönen Frauenaugen. Manche diese Frauen wirken wie in Extase. Ich bin völlig fasziniert. Es ist wie ein Flirt mit Mutter Natur persönlich. Weit hinten hört man irgendeinen Hurensohn mit der Kettensäge im Wald rumsägen. -Hör auf sie zu Ficken man! Du fickst sie mit deiner scheiß Säge! Merkst du das nicht? -Wer fickt wen? Rio guckt mich verdutzt an. -Ach egal, ist was zwischen mir und dem Pisser mit der Säge. Die Wellen Flächen weiter ab und es wird bald dunkel. -Lass uns abzockeln, sagt Rio. -Alles klar, mein ich und wir gehen los Richtung Liesenbrücke. Unterwegs stellen wir fest, dass die flachen Wellen immer noch gut Geschwindigkeit drauf haben und halten nochmal an einer Bank um das letzte Gras zu verbauen und runterzukommen. Auf dem Weg durch Willensen bemerken wir, dass wir gar nicht soweit vom Ort entfernt gesessen haben wie angenommen und hoffen, dass uns niemand beobachtet hat. Wir hätten wahrscheinlich nichtmal mitbekommen wenn jemand genau neben uns gestanden hätte. Wir sind aber zu keinem Zeitpunkt Paranoid oder so. An der Liesenbrücke verabschieden wir uns und ich bedanke mich für die abgefahrene Erfahrung bei meinem Bruder, dann geht er Nach Teichhütte und ich nach Eisdorf. Die nachfolgenden Tage bin ich immernoch völlig geflasht und der Serotoninspiegel fällt nur sehr langsam. Kein Comedown, keine schlechten Gedanken, kein Bedürfnis nach mehr davon. Ich fühle mich einfach wie frisch gebadet und genieße meinen Sommerurlaub.

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