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ich bins wieder/an mama63

Hallo, ich bin es nach längerer Zeit wieder. Für alle, die nicht so gut englisch können, übersetze ich hier mal kurz die Veröffentlichung der emcdda: Jede Stunde stirbt ein EU-Bürger an einer Überdosis. Ungefähr 12 Mio. Menschen in Europa nehmen Kokain oder haben es schonmal genommen. 7000-8000 durch Drogen verursachte Todesfälle treten jedes Jahr in der EU auf. Jedes Jahr infizieren sich 300O EU-Bürger in Zusammenhang mit Drogenkonsum neu mit HIV. 1,3-1,7 Mio. Menschen in der EU haben ein Problem mit Opioiden. Mehr als ein Fünftel (22 %) aller europäischen Erwachsenen hat schon einmal Cannabis konsumiert. Jetzt an dich mama63, du hattest Recht, die Therapie nützt nicht sehr viel - vorsichtig ausgedrückt. Deine Ratschläge waren besser, z.B. mal in die Natur gehen. Diese Einrichtung war in so einem Kaff Dingsda und immer, wenn es mir schlecht ging, bin ich an den nahegelegenen See gegangen und das tat mir echt gut. (Aber wenn man mitten in der Stadt lebt, kommt man ja kaum dazu.) Ansonsten bringt so eine "Therapie" nichts. Die Leute labern dauernd darüber wie sie sich fühlen, aber wie soll man denn überhaupt was fühlen, wenn man ständig am Herumanalysieren ist, was man fühlt? Diese Gespräche, immer wieder, langweilig, belastend. Unterforderung in deren Schule. Die Leute gingen mir auf die Nerven. Das ganze Konzept der Therapie, nicht meiner, sondern insgesamt die Leitgedanken der üblichen Therapie sind Mist. Wenn jemand es schafft, dann nicht dank, sondern trotz der Therapie!! Ob man noch weiter Drogen nehmen will oder nicht (ich war praktisch soweit, gar nicht mehr zu wollen), es wird einem eingetrichtert, dass man sie will und braucht, AAAABER. Man hat ja ein Leben, man hat ja Ziele. Bla bla bla. Was soll der Quatsch? Wie ich auf diese Ziele scheiße, für das Vergnügen eines Drucks. Ist mir doch so egal dann. Bin ja normalerweise ein sehr rationaler Mensch, doch irgendwie glaube ich einfach unerschütterlich, dass sich in meinem Leben jede noch so verfahrene Situation auf eine (ungeahnte) Weise zum Guten wenden wird. Denk mal, das ist kein Glaube, den man aufgeben sollte und solange ichs nicht tat, hat es sich immer bestätigt. Immerhin konnte ich in der Zeit über sehr vieles nachdenken. Ich merke schon, von meiner Umgebung brauche ich keine Hilfe zu erwarten, keine geeignete, meine ich. Im Moment wird nur von allen Seiten Druck auf mich ausgeübt. Bin vor knapp drei Wochen aus der Therapie abgehauen und habe sie geschmissen, gehe wieder zur Schule und lebe bei meiner Mutter. Sie nervt und macht viel Druck, seitens der Schule halt auch... das ist kaum noch zum Aushalten, kotzt mich alles an. Vielleicht schmeißen die mich raus, aber so wies da abgeht, kann mir die Penne gestohlen bleiben, werde ich nicht drum trauern. Ich konnte mir sowieso nicht vorstellen, noch ganze 3 Jahre meines Lebens darauf zu verschwenden, in einem stinkend-muffigen Klassenzimmer zu versauern und irgendeinem ... zuzuhören, der sehnsüchtig seine Rente erwartet. Das ist keine Bildung, sondern die Erzeugung von Humankapital. Kein Wunder, dass so viele unglücklich und frustriert sind, Depressionen auf dem Vormarsch zur Volkskrankheit, dass Jugendliche sich die Kante geben mit allem, was ihnen in die Finger fällt. Und wenn ich sage, dass man sich zusammentun und was dagegen machen muss, dann lacht man mich aus. Die feige, dumme kann-man-nix-machen-Kiste. Ich bin hartnäckig, aber langsam kotzt es mich auch an. Das ist nur frustrierend, ständig gegen die Wand zu reden, in allen Aspekten. Ich betrinke mich, ich pumpe mich voll mit Codein und demnächst hol ich mir mal wieder H. Das ist der Stand der Dinge. Gerade mal drei Wochen habe ichs geschafft. Tja. Und was tut sich bei dir, wie geht es dir? Soweit ich verstanden habe, willst du irgendwelchen Verantwortlichen für die Drogenpolitik in Köln "auf die Füße treten", wie du es sagtest, was machst du denn da, erzähl mal, das interessiert mich sehr!! Gruß, V.

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