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Magische Pilze/Trüffel mit 17

Mein Trip mit magischen Trüffeln in Worten

Im Folgenden möchte Ich meine Erfahrung eines unvergesslichen Erlebnisses in Worte fassen. Vorab, die Pilze wurden über das Internet bezogen und waren schon fertig getrocknet in der passenden Dosis abgepackt. Diese war, wenn man drugscouts glauben darf, bei 5-10 mg. Mittlere Dosis eben. Der Trip war sehr optics-lastig und eher weniger Mindtrip. Wir waren zu zweit. Beide Konsumenten, kein Tripsitter. Ich bin 17. Auch wenn Ich etwas jung bin, dem Konsens „Nimm es, wenn du dich bereit fühlst“ konnte Ich zustimmen. Versüßt wurden die eher bescheiden schmeckenden Pilze mit Schokolade.

 

Es ist 12 Uhr mittags an einem Samstag. Leerer Magen, aber irgendwie auch kein Hunger. Kumpel kommt rüber und meine erste Reaktion als Ich die abgepackte Portion gesehen habe: „Ist das nicht ein bisschen viel?“. Er war sich jedoch sicher, dass der Online Händler vertrauenswürdig ist. Empfohlen wurde langes Kauen. Erstes Stückchen probiert und danach war die Qual schon ersichtlich. Bitterer Geschmack, jedoch mit süßer Schokolade wiederum erträglich. Fünf Minuten später ist das Tütchen leer. Es schlägt auf den Magen. Mir weniger als meinem Kumpel. Ich möge Mutmaßen und sage, dass meinem Kumpel dies im weiteren Trip beeinflusst hat. Goa dröhnt aus der Anlage. Zigarette im Mund. Wartend auf den Anfang. Knapp 20 Minuten später geht es los.

12:30 und der Körper bebt innerlich. Ein Kribbeln durchzieht den Körper. Dieses Gefühl kann man weder als gut noch als schlecht einordnen. Unbekannt war es allemal. Mein Kumpel wurde aktiv, währenddessen Ich liegen blieb. Dieses Kribbeln brachte Zweifel hervor. „Kann Ich aufstehen?“. „Soll Ich aufstehen?“. „Lohnt es sich überhaupt?“.  Die Entscheidung fiel auf liegenbleiben. Die nächsten fünf Minuten blieb es jedoch bei Kribbeln. Mein Kumpel meinte, dass es eine gute Ablenkung wäre den Fernseher einzuschalten. Das Kribbeln war wirklich komisch. Die Idee war den TV wieder abzuschalten, sobald die Optics einsetzen.

12:45 geht es endlich voran. Futurama ist das einzig Erträgliche zu dieser Uhrzeit. Musik und TV überfordert uns zunehmend. Die Musik muss weichen. Lachflashes setzen bei mir ein. Mein Kumpel kämpft immer noch mit seinem Magen und dem Nachgeschmack. Die Zeit verrinnt langsamer. Gefühlt hab‘ Ich gar nicht mehr aufgehört zu lachen. Mein Kumpel fing dann an mit mir zu lachen. Hoffentlich zumindest. Schleichend setzen die Optics ein. Beginnend mit einem leicht pulsierenden Fernsehbild, welches mir zunächst nicht bewusstwurde. Richtig wurde es mir erst bewusst, als mein Brillengestell auch anfing zu pulsieren. Meine Reaktion war darauf ein weiterer Lachflash.

13 Uhr, schon längst drauf. Der Fernseher läuft wider unser Vorhaben. Derweil bewegen sich die Gegenstände von Sekunde zu Sekunde, wenn man sie fokussiert. Die Wände sind am Beben. Simpsons ist im TV und Ich frage lauthals „Seit wann sind die Simpsons grün?“ mit einem Lachen im Nachgang. Zunehmend begannen Cuts und Übergänge uns zu verwirren sowie zu beeindrucken. Farben verschwimmen. Das Bild des Fernsehers verschmilzt mit der Umgebung. Diese typische Vorstellung à la Filmindustrie tritt ein. Überall schneckenförmige Linien, die rotieren. Mein Kumpel macht mich auf ein Bild hinter uns aufmerksam. Nahaufnahme einer gelben Rosenblüte. Es war faszinierend die Blütenblätter anzusehen. Sie wehten mit dem surrealen Wind. Genauso wie die Vorhänge. Alles hat nichts als Lachen ausgelöst. Mehrmals kam von mir die Anregung „Können wir uns bis zum Wald zusammenreißen?“. Jedoch mit dem Lachen im Anschluss verneinte Ich diese selbst. Ich traute mich zunehmend mehr. Bin schon mehrmals aufgestanden. Auch das Augenschließen hab‘ Ich probiert. Das war aber von kurzer Dauer. Ich sah ganz viele lachende Gesichter, aber Keines davon war einer mir bekannten Person zuzuordnen. Der Fernseher vercheckte uns soweit, dass Ich nicht einmal mehr wusste, ob es überhaupt noch die gleiche Sendung war. Mein Kumpel quälte die Frage, ob wir überhaupt runterkommen, wenn wir nicht langsam uns vom Fernseher losreißen.

14 Uhr ist Wanderzeit. Schuhe an, Jacke zu, Schlüssel eingepackt. Meine größte Sorge war es auf den 100 Metern bis zum Wald jemanden, den Ich kenne, zu treffen. Ohne einen anderen Menschen sehen zu müssen stehen wir am Feldrand und haben einen wunderschönen Ausblick auf die Natur. Es kam vor als wäre die Sicht um Dimensionen erweitert.  Alles scheint in die Tiefe erweitert. Bäume wehen im - wiedermal surrealen – Wind. Die Farben der Bäume sind beeindruckend. Trotz des regnerischen tristen Tages. Das Lachen blieb weg. Erstaunen machte sich breit. Mein Kumpel war aktiver als Ich. Er versuchte mit mir zu reden, Ich hatte besseres zu tun. Umschauen war noch nie so interessant. Der Wald hat beruhigt und zum Nachdenken angeregt. Die Gedanken drehten sich zuerst um mich. Meine Existenz. Mein Leben. Meine Experimente mit anderen Substanzen. Dann kamen wir zu einem Abschnitt, der frisch abgeholzt wurde. Die Gedanken schwenkten hin zum Verhältnis Mensch-Natur. Mit dem Matsch, der durch das fehlende Dach entstand, assoziierte Ich - im Zusammenspiel mit den abgeholzten Stummeln - Sinnlosigkeit, Inadäquatheit. Es sah verwüstet aus. Hässlich. Kurz darauf wurde es grüner. Wir kamen zu einer Lichtung. Meine Gedanken schwenkten über zu Freiheit und Hoffnung im Kontext der aktuellen Probleme. Ein paar Meter und Gedankengänge später kippte meine Stimmung. Es war eine Kettensäge zu hören. Mit dem Satz „Da sind nicht so nette Leute.“ kehrten wir um. Auf dem Rückweg sahen wir alles in einer anderen Perspektive. Wir fanden es fast schwer die Steigung zu erklimmen. Auf dem Hinweg sind wir aber wissentlich nie bergab gelaufen. Zurück an der Lichtung entdecke Ich eine Waldhütte. Die Tür ist mit einem Schloss versehen. Wie wir kurz darauf erkundeten, bedecken Spinnenweben die Tür. Von weitem kamen mir diese wie Ketten vor. Die Tür pulsierte. Das war das erste Objekt, welches das tat, im Wald. Zurückblickend faszinierte es mich mit Abstand am Meisten. Der dort angefangene Gedankengang begleitete mich bis zum Anfang des Waldes. Wieder draußen fühlte Ich mich beruhigt. Fast bei Verstand. Doch dann trat mein Alptraum ein. Ein Mensch mit seinem Hund kam seitlich von einem anderen Weg. Mein Schritt wird schneller. Ich vermied den Augenkontakt. Mein Kumpel wiederum ging souveräner damit um und sagte freundlich „Hallo!“. Entgegen meiner Erwartung ging dieser nicht in den schönen Wald, sondern lief in Richtung Zivilisation. Mein Herz pochte, Ich hatte keine Ahnung wie Ich mit der Situation umgehen sollte. Unsere Wege trennten sich schnell. Ich beruhigte mich wieder. Vor der Haustür konnte Ich dann aufatmen.

Es ist irgendwann zwischen 15 und 16 Uhr. Wieder vor der Glotze. Diesmal ohne Lachflashs. Die Optics werden wieder präsenter, jedoch nur in der realen Welt. Der Fernseher erscheint nun als getrennt von der Umwelt. Ich kann klar unterscheiden. Wir schauen reflektiert wie nie zuvor. Vieles wird kritisch kommentiert. Gegrübelt was die Aussage dahinter ist. Besonders interessant war wieviel Anspielungen in Simpsons eigentlich enthalten sind. Wir haben einen ganz anderen Blick für den Konsum entwickelt. Vielleicht gerade auch, weil wir eigentlich keine TV Konsumenten sind.

Die Zeit vergeht. Langsam beginnt das Runterkommen. Wir haben den Versuch gestartet etwas zu essen. Der Hunger hielt sich in Grenzen. Diese Zeit könnte man auch als Prokrastination bezeichnen. Wir wussten in dem Zustand nicht wirklich etwas anzufangen. Musik war eher anstrengend. Fernseher aber auch. Die Gedanken sind erschöpft. Also lagen wir da. Fernseher lief, aber keiner schaute.

18 Uhr, das Zeitgefühl setzt ein. Wir werden aktiver. Reden über den Trip. „War das bei dir auch so?“. Ich bemerkte vor allem die Sucht meines Kumpels nach Nikotin. Er konnte weder vor, im, noch nach dem Rausch auf Zigaretten verzichten. Für mich war diese am Anfang nur Zeitvertreib. Nebenbei setzt der Hunger ein. Der Herd wird angeschmissen. Gestärkt redeten wir weiter und der Fernseher lief immer noch. Das reflektierte Fernsehschauen war auch präsent. Die Glorifizierung der ersten Welt und Diffamierung der Dritten. Na welche Sendung fällt euch da ein?

20:30 Uhr und mein Kumpel macht sich auf den Weg nach Hause. Ich war danach noch ein paar Stunden am Nachdenken. Revue passieren lassen. Dabei hatte Ich mich entschlossen diesen Bericht zu schreiben, um die Erlebnisse zu verarbeiten.

 

Man kann nur sagen, dass es eine schöne Erfahrung war. Jedoch hab‘ Ich nicht vor diese in nächster Zeit zu wiederholen. Wenn es wärmer wird, das Abi vorbei ist könnte man sich nochmal überlegen komplett draußen zu trippen. Nach dem Trip scheidet für mich LSD erstmal aus. Zurzeit kann Ich mir nicht vorstellen die doppelte Zeit mit mir in einer Zwangskonversation zu sein. Anzumerken ist auch noch, dass mir Schokolade nun schon 9 Stunden nach dem Trip immer noch nicht schmeckt.

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  • Pilze

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