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Mein erster LSD-Trip und das neue Bild in meinem Wohnzimmer

Mein erster LSD-Trip ist jetzt rund 6 Wochen her und ich habe nun mal etwas Zeit das Erlebte auch noch einmal schriftlich zu verarbeiten.

Etwa 2 Wochen vor meinem Trip hatte ich mit meiner guten Freundin C. über LSD-Trips gesprochen, wobei sich rausstellte, dass wir beide Interesse hatten mal diese Erfahrung zu machen. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt beide die ein oder andere Erfahrung mit anderen Substanzen gemacht, aber etwas psychedelisches hatten wir beide noch nicht probiert.

Wir diskutierten in den kommenden Tagen oft über das Für und Wider diesen Schritt zu gehen, aber verabredeten uns schließlich auf einen Freitagabend bei mir in der Wohnung. Ich kaufte meinem Freund A. zwei Pappen mit je rund 150 - 175 µg ab.
Wir hatten beide den Tag über nichts gegessen, da A. mir sagte, dass das die Wirkung verstärken und Überlkeit vorbeugen würde. Am Freitagmorgen informierte ich noch meinen guten Freund M. der bei mir um die Ecke wohnt, worauf er sich bereit erklärte nach dem Rechten zu schauen, sollte während des Trips etwas schief gehen.

Gegen 18.30 legten C. und ich uns dann die beiden Pappen unter die Zunge und der Spaß begann. C. hatte zuerst noch überlegt mit einem Viertel zu beginnen, da sie befürchtete die Wirkung für sie als Frau würde sonst zu intensiv werden, entschied sich dann aber doch dagegen, um die volle Kraft von Acid zu erfahren.

Das erste was ich wahrnahm war mein Mund, der sich nach der Einnahme leicht betäubt anfühlte. So saßen wir die ersten 30 Minuten einfach auf der Couch und unterhielten uns über Gott und die Welt und hörten positiv gestimmte Musik. Zunächst geschah nicht viel, bis dann C. ein Selfie von uns beiden schoss, um zu gucken, ob man uns etwas von außen ansehen könnte. Als wir das Bild betrachteten merkten wir die ersten visuellen Anzeichen, da unsere Gesichter auf dem Display wesentlich plastischer wirkten und fast einen 3D-Effekt hatten. Euphorie durchströmte plötzlich durch meinen Körper und ich freut mich auf die kommenden Stunden und war gespannt, was ich erleben würde. 

Nach und nach begannen wir beide bunte Muster und Katarakte an den Wänden zu sehen. Außerhalb meines Fensters kann man auf ein Gebäude sehen, bei dem der abgebröckelte Putz nun plötzlich eine Art Elefantenkopf darstellte. Während ich das hier schreibe kann ich diesen Kopf immer noch recht deutlich, wenn auch nicht mehr so intensiv, am Nachbarhaus erkennen. Vorher war er mir nur noch nie aufgefallen. Die Wirkung der Musik steigerte mein Erlebnis noch und der Raum begann sich zu verzerren und der Trip zu intensivieren. Diese neue Erfahrung war für mich einfach überwältigend und ich begann wild zu lachen.

Da es in meiner Wohnung noch etwas an Wanddeko fehlt, hatten C. und ich überlegt ein Bild auf Acid zu malen und ich hatte am Morgen des Tripps noch eine große Leinwand und jede Menge Pastellfarben gekauft. Das sollte sich im Nachhinein als beste Idee der ganzen Aktion herausstellen.
Wir setzten uns also auf den Boden und betrachteten die noch nackte Leinwand. "Jetzt was zu malen ist doch irgendwie voll aufgesetzt" sagte C. und auch ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich Lust hatte mich kreativ zu betätigen. Doch dann brachte ich den ersten Strich auf die Leinwand und was soll ich euch sagen, es war unglaublich. Die Farbe schien in die Leinwand hineingesogen zu werden uns gleichzeitig intenisver wieder heraus zu strahlen als es je ein Bild in meiner Wahrnehmung getan hatte. Ich hatte erwartet vielleicht so etwas wie einen Kreativitätsschub zu bekommen und tolle Sachen auf Acid zeichnen zu können, wofür ich sonst keine Begabung hatte. Doch stattdessen malten wir einfach nur wild auf der Leinwand herum und unsere Geister formten die Farben zu wirren Mustern die wie die Oberfläche eines fernen, bunten Planeten pulsierten.

Wir hatten uns sicher eine Stunde lang komplett in der Leinwand verloren, als wir beschlossen M. anzurufen und zu fragen, ob er nicht noch vorbeikommen wolle. Nicht, dass uns die Situation zu entgleiten drohte, aber wir hatten einfach Lust das Erlebnis mit ihm zu teilen. M. der an diesem Abend noch nichts vorhatte kam also vorbei und ich will gar nicht wissen, wie ich auf Acid mit farbverschmierter Kleidung und Gesicht im ersten Moment auf ihn gewirkt haben musste. ^^
Später stieß dann noch unser Freund P. dazu, der zuerst nicht informiert war, dass wir auf Acid waren und es auch erst nicht glauben wollte, bis er das Bild auf dem Boden sah. C. P. und M. setzen sich dann bei mir auf die Couch. C. trank Tee und unterhielt sich mit den beiden, da sie sich etwas aus dem Trip heraus lösen wollte, doch ich setzte mich einfach auf meinen Sessel und betrachtete weiter das Bild. Ich steigerte mich mit Absicht immer weiter hinein, um zu sehen, was noch möglich war, bis mein Fußboden auf einmal von einem riesigen Urwald überzogen war, aus dem nur das Bild wie mit goldenen Linien durchzogen herausstach. Mir war zwar die ganze Zeit über bewusst, dass alles nur Halluzinationen waren, dennoch war ich gewillt mich diesen zu hin zu geben, um den Trip voll aus zu kosten.

Plötzlich wechselte M. die Musik von entspanntem Electro auf japanische Jodelmusik und meinte ich solle vielleicht mal langsam wieder zurück finden. Brutal, hart, aber wirkungsvoll. :D
Ich ging mich duschen um die Farbe aus meinem Gesicht zu bekommen. Kein schönes Erlebnis für mich auf Acid, da der ganze Vorgang sich doch als erheblich kompliziert und beklemmend hrausstellte. Dafür hatte ich ein interessantes Erlebnis, da sich mein Gesicht im Spiegel immer weiter zu verzerren schien. Frisch geduscht kam ich zurück ins Wohnzimmer, wo sich das meiste wieder normalisiert hatte. Lediglich das Bild schien immer noch zu strahlen und mich zurück in den Trip rufen zu wollen.

Die anderen hatten inzwischen von einem illegalen TunnelRave etwas außerhalb der Stadt gelesen und da C. und ich wieder recht klar im Kopf waren, beschlossen wir mal vorbei zu schauen. Draußen flachte die Wirkung des LSD dann noch etwas ab und ich genoss den kühlen Abend. Dennoch merkte ich noch klar, dass vor allem mein Hören gestört war und sich Vieles weiter entfernt und näher an mir zu befinden schien, als es wirklich war.

Mit der Straßenbahn fuhren wir etwa eine Stunde in einen Vorort unserer Stadt, wo ein paar Leute einen absolut genialen Rave mittels eines Transporters in einer Unterführung für Fahrradfahrer aufgezogen hatten. Der Tunnel war mit Leuchtröhren und Scheinwerfern in buntes Licht getaucht, was duch das Acid nochmal verstärkt wurde. Etwa 300 Leute tanzten in dem engen Tunnel, in einer freiheitlichen Atmosphäre, wie man sie leider nur selten findet. Normalerweise genau mein Fall, aber das Acid erschwerte es mir mich in die Situation einzufinden. Ich versuchte mit geschlossenen Augen zu tanzen, da die Lichter doch etwas zu intensiv für mich waren, doch jedes mal wenn ich angerempelt wurde, erschreckte ich mich heftig, sodass ich mich irgendwann einfach an die Seite setzte und ein wenig mit den anderen Leuten zu quatschen begann.

Gegen 5 Uhr fuhren wir wieder zurück in die Innenstadt. Die Wirkung des LSD war mittlerweile fast abgeklungen, obwohl die Muster der UBahn Station doch noch sehr witzig herumtanzten. Zurück bei mir in der Wohnung rauchten wir noch einen Joint und ließen den Abend Revue passieren, bis wir uns dann schließlich schlafen legten, was nach dem Trip gar nicht so einfach war.

C. und ich haben in den folgenden Wochen noch oft über den Trip und wie er uns verändert hat gesprochen. In den ersten Tagen habe ich mich doch sehr stark der Welt entrückt gefühlt und ich hatte schon die Befürchtung, dass ich durch diese Erfahrung kaum noch interessante Gespräche mit Leuten ohne LSD-Erfahrung führen könnte. Dieses Gefühl legte sich zum Glück sehr bald wieder und auf lange Sicht scheint mich der Trip nicht wirklich verändert zu haben.

Gut war jedenfalls die Entscheidung sich kreativ mit Farben auszulassen, das hat den Trip in eine wirklich spektakuläre Richtung gelenkt und gab mir ein Ventil meinen überbordenden Geist zu kanalisieren. Negativ war dagegen die verdammt lange Dauer des Trips und die darauf folgende Schlaflosigkeit.

In jedem Falle war es eine sehr interessante Erfahrung für mich. Nichts, was ich öfters brauche, doch ich glaube wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt, werde ich wohl noch einmal trippen. 

 

Substanzen

  • LSD

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