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meine erfahrung mit H.

Mit 13 begann ich zu trinken und stürzte über die treppe. Dabei verlor ich zwei vorderzähne und lag im krankenhaus. Mein kinn musste genäht werden. Bis 16 trank ich weiter und es gefiel mir nicht. Aber ich brauchte etwas um meine minderwertigkeitskomplexe und depressionen zu töten. Als ich 17 war traf ich bruno. Er war auf der nadel. Aber mir kaufte er marihuana und hob mich über einen zaun. Ich sah in ihm christus, da er so aussah wie dieser und ich damals sehr an christus hing. Das kam von den bildern in unserer stube. Da gab es ein sehr eindrucksvolles gemälde wo jesus blondgelocktes haar hatte und hellblaue augen, die tränen vergossen. In meiner ganzen jugendzeit war ich auf der suche nach so einem mann und alle meine freunde sahen ähnlich aus wie der jesus auf diesem bild. Da die späthippyzeit war, gab es noch genügend "christusse und engel" in menschengestalt. Den ganzen nachmittag sass ich dann zugeraucht mit meinem "christus" in einem cafe und spürte ein nie gekanntes gefühl von wärme und wohlbefinden. Er selbst hatte sich einen schuss gesetzt, dies aber nicht vor mir, und hatte kaum am joint gezogen. Vergessen war der alkohol, ich hatte jetzt haschisch und nahm mir vor nie mehr zu trinken, was ich auch tatsächlich dann so hielt. Bruno kam nicht mehr nach dem tag und unabhängig davon ging ich an die wiese wo leute joints hin und her reichten. Sie luden mich alleinstehende und hübsche 17 jährige gerne ein. Ich genoss das ritual der brüderlichkeit und inniger frieden breitete sich in meiner seele aus. Ich berührte keinen tropfen alkohol mehr fortan. Wenig später bekam ich eine neue arbeitstelle und erhielt da auch ein zimmer. So kam ich von meinen eltern weg, die fast nichts über mich wussten und war auf mich allein gestellt. Niemand beaufsichtigte mich mehr. Mit dem ersten gehalt deckte ich mich mit haschisch ein, drehte mir jeden tag joints und verkroch mich in der freizeit in meine welt auf mein zimmer. Ich war voller erkenntnisse und mystische inhalte tauchten auf, die ich damals nicht verstanden habe. Ich begann zu schreiben und mit der musik von pink floyd fühlte ich mich wie im himmel. So träumte ich oft mit offenen augen in dem ich einen fleck fixierte und mystische bilder vor mir auftauchten. Die präsenz von etwas grossem und unbeflecktem war mir nahe und ich muss sagen, dass mir haschisch damals die augen geöffnet hat und mir eher gut getan hat. Ich fand meinen glauben zu gott. (auch wenn ich das nicht sagen dürfte, es war MEINE entwicklung und Vorsicht: nicht jeder erlebt das selbe, es gibt auch genügend negative bilder, darum empfehle ich NIEMAND!!!! zu konsumieren und rauche heute kein haschisch mehr. Ich würde mit sicherheit nur angstzustände und depressionen davon bekommen) Der canabis machte mich aber auch oft müde und schwerfällig und ich begann schon am morgen bei arbeitsbeginn den ersten joint zu rauchen. Niemand merkte etwas davon und als die arbeitssaison um war und ich wieder nach hause gehen sollte, dachte ich nicht daran mir neuen hasch zu kaufen. Ich hörte auf damit und fiel in eine müde und depressive welt, in der ich aber auch schon vor dem kiffen oft genug war. Ich suchte gegen das wissen meiner eltern einen psychiater auf, als die depressionen und das leeregefühl nicht besser wurden und dieser verschrieb mir eine pillenkur mit antidepressiva und tranquillizer. Weil es damals möglich war, kaufte ich mir mit einem rezept etwa die 10 fache dosis, die der arzt verschrieben hatte, da ich die tabletten für immer nehmen wollte und die apotheken damals nichts stempelten. So stapelten sich in meinem zimmer die packungen von tavor, anafranil und noch einer sorte antidepressiva. Ich folgte der kur des arztes genau nach vorschrift und nahm nie mehr ein als auf dem rezept stand. Dennoch wurde ich zu einem überdrehten und aufgeweckten, euphorischen teenager, der oft nicht mehr wusste was er tat. Ich war nicht mehr schüchtern und depressiv und die pillen machten mich agressiv und hochgradig psychisch abhängig. In der stadt traf ich einmal robert. Er war ein flüchtiger bekannter aus der szene und hatte mich im sommer ein paar mal zu amphetaminen eingeladen. Das sind aufputscher. Wir taten uns ab dem tag zusammen und robert war auf der nadel. Mein erstes bestreben war ihm von dieser herunterzuhelfen und ich wollte alles tun dafür. Aber robert, 10 jahre älter und länger heroinabhängig, lachte nur über meine bemühungen. Wir trafen uns jeden tag und hingen in lokalen herum. Oft kifften wir zusammen oder nahmen amphetamine ein und gingen stundenlang tanzen. Manchmal kauften wir uns koks und hatten nächtelang S. Zweimal kauften wir uns einen trip und da wurden mir wie beim Haschisch bewusstseinsinhalte vermittelt, die ich sonst nicht in diesem alter hätte wissen können, aber die ich später sowieso erfahren hätte. Zb über die ausstrahlung und dem vernetztsein der menschen durch höhere kräfte. Diese tauchten vor meinen augen wie fäden auf und ich sah wie die menschen ohne bewusstsein und gestresst herumliefen, während die oberen sie steuerten und gar manchen entgleisen liessen. Bilder über hintergründe von unfällen traten auf. Oft sahen wir beide das gleiche und lachten dann darüber. Ich nahm mir zu diesen zeiten immer vor ein besserer mensch zu sein. Ich wollte gutes tun und keine drogen mehr nehmen. Leider verblassten all diese vorhaben nach jeden trip. (Ich kann mich an keine negative Lsd erfahrung erinnern, wobei ich betone, ich war damals noch sehr jung und unvoreingenommen und würde heute bei aller vorsicht NIE MEHR LSD nehmen oder Haschisch rauchen. LSD ist hochgefährlich und schon einige leute sind nicht mehr zurückgekommen. Ich rate also niemand, das auszuprobieren.) Ich war während der ganzen zeit noch immer auf den tabletten des arztes, die meinem neuen freund sehr missfielen. Mehr als einmal beschwor er mich sie abzusetzen, was ich aber nicht konnte, da ich schon körperlich von ihnen abhängig war. Wenn ich sie nicht nahm, ging es mir sehr schlecht. Auf der pillenpackung stand davon keine zeile und auch der arzt hatte nicht gesagt, dass man so massiv körperlich abhängig wird. Einmal an einem abend sassen wir mit anderen leuten in einem lokal und einer der Leute hatte H. dabei. Robert kaufte zwei Portionen, damals noch für 5 euro pro kopf zu haben, und ich zog mir das ding durch die nase. Ich wurde ruhig und gleichgültig, was mich sogar gelangweilt hat in der zeit. Gerade dadurch verloren die pillen an einfluss und ich nahm sie ab dem zeitpunkt immer weniger. Alsbald immer öfters H., während es mir gelang die tabletten ganz abzusetzen. Es gab jetzt sogar tage wo ich gar nichts nahm. Das ging so einige monate. H. gab es nur einmal in der woche und immer nur per sniff. Ich erinnere mich auch da nie süchtig darauf geworden zu sein und machte es mehr zur gaudi. Das tote gefühl auf H. störte und langweilte mich damals und ich vermisste meine pillen, die mir noch lange psychisch nachhängen sollten, aber die ich robert zu liebe nicht mehr nehmen wollte. Dann wurde ich 18 und zog von meinen eltern aus. Es war um ihnen zu zeigen, dass ich sie nicht brauchte. Mit robert zusammen reiste ich durch die welt und wir traten verschiedene arbeitstellen an. Einmal hatte ich mich mit dem essen, das hochgradig schlecht war, an einer arbeitstelle vergiftet und fühlte mich sehr schlecht. Um schlafen zu können nahm ich den ganzen tag durch roipnol. Ich wollte einfach nur meine ruhe haben und nicht mehr denken oder mich ständig erbrechen. Robert war inziwschen nach H. gefahren und hatte stoff gekauft. Da es mir so schlecht ging an dem abend, bat ich ihn mir einen hit zu setzen. Widerwillig gab er nach. Anschliessend fühlte ich mich ruhig und frisch. So als hätte ich nie erbrechen müssen und mich nie schlecht gefühlt. Wir kauften uns jetzt öfters H. und auch ich war jetzt auf der nadel. Dazu muss ich sagen, das es mir nie innerlich viel gegeben hat. Ich vermisste nach wie vor meine psychopharmakatabletten. Meine eltern hatten das inzwischen irgendwie mitbekommen und machten sich grosse sorgen um mich. Ich wurde von ihnen abgeholt und ins nachbarland gebracht, wo ich bei einer tante auf den therapieplatz warten sollte. Dann kam die langzeittherapie, die ich zwischendrin abgebrochen hatte, da ich meinen freund vermisste. Ich wurde für 3 monate rückfällig und weiss noch, dass ich mir als erstes antidepressiva und tranquilizer kaufte, kein H., als in meiner heimatstadt ankam. Diese pillen haben sich lange in meinem kopf gehalten und die sucht war gross. Das H. hatte trotz intensiven gebrauch vergessen. Nach der einnahme der tabes suchte ich meinen freund an der szene und fand ihn dort auch. Wir hatten uns fast drei monate lang nicht gesehen und er freute sich sehr mich wiederzusehen. Wir kauften uns H. und blieben fortan zusammen wieder. Erneut hat sich dann mein vater darum gekümmert, dass ich zur Therapie zurück gehen konnte und brachte jedes geld auf, damit mir geholfen wurde. Beim 2. anlauf zog ich die therapie bis zum ende durch und als ich mit allen drogen aufhörte war ich 18. Ein neues leben begann und 14 ganze jahre blieb ich ganz drogenfrei. Es gab bei mir nicht mal ein glas wein, mit dem rauchen hörte ich auch auf und es gab nicht mal aspirin oder andere rezeptfreie analgetika. Das lag aber nicht an der therapie, sondern an meiner jugend und dass es da jeder schaffen kann. Die depressionen habe ich auch später nicht losbekommen und meine innere einsamkeit auch nicht. Ich lernte auf meine weise damit umzugehen. Als ich 32 war, kam eine kritische zeit, der ich nicht ausweichen konnte. Sie hatte mit meinem damaligen lebenspartner zu tun, mit den damit verbundenen gefühlen..., es geschahen dinge, die weh taten und die über monate dauerten. Ich konnte mich wegen der ungünstigen Verflechungen nicht mal zurückziehen. So war ich viele monate diesen umständen schutzlos ausgeliefert. Bis zum ende dachte ich an eine sinnvolle lösung und nie an drogen. Als eine wichtige hoffnung zerschlug, wurde die ohnehin schon chronische situaton kritisch. An drogen dachte ich aber noch immer nicht. In meiner arbeit, ich hatte ein eigenes geschäft, gab es eine angestellte, die vom codein abhing. Sie hatte es oft am rande erwähnt und in meinem beisein auch ihren saft getrunken. Es hat mir nicht das geringste nach 14 jahren ausgemacht. Sie hat mir dann dann mal einen schluck angeboten, worauf ich sehr wütend geworde war, aber dann immer mehr an die möglichkeit dachte mich nur kurz zu betäuben. Alkohol hätte ich nie getrunken, da das schon immer zu den für mich unattraktivsten drogen gehört hat. Eine droge darf nicht auf den kopf negativ einwirken und jemand verstand und sinne rauben. Da dies der alkohl als einziger von fast allen drogen macht, war er immer feind nr. 1 für mich. Ich verachte noch immer leute, die vor einer grossen mass bier sitzen und thumb und gestört ins glas glotzen, dabei event. noch etwas paffen. Gerade männer und zwar 80% aller deutschen haben diese angwohnheit und es ist kein wunder, wenn es sich bei den meisten um verkrachte existenzen handelt. Ein stilvoller mann trinkt ab und zu mal ein glas wein und vermeidet es sich wie ochse mit dem selben saufkult zu gebaren. Ich habe bei meiner krise vor 14 jahren monatelang auf besserung gehofft, als es dann immer schlimmer wurde und ich bei einer akuten verschlechterung den letzten glauben verloren habe, bin ich zu meiner freundin gegangen und habe ihr den codeinsaft ausgetrunken. Danach konnte ich endlich abschalten und habe mir die dinge nicht mehr so zu herzen genommen. Seit dieser zeit habe ich ihr jede woche einge meter von ihrem saft abgerungen. So verlagerte ich das problem und konnte mich auf etwas freuen. Die ersten monate konnte ich es einmal in der woche steuern. Dann wurde der druck stärker und ich liess mir von meinem arzt regelmässig saft verschreiben. Nach einem jahr nahm ich den saft schon zwei mal die woche und am ende jeden tag. Leider habe ich nicht bedacht, dass auch codeinsaft abhängig macht. Der sechs bis achtwöchige entzug war nicht nicht allein zu schaffen. Um von Codein oder methadon loszukommen, das sind legale ersatzmittel für heroin, muss der patient in eine entzugsklinik gehen und dort acht wochen drin bleiben. Dabei wird er langsam runterdosiert und jeder enzug dieser harten stoffe ist sehr schmerzhaft. Dagegen ist das verbotene heroin, warum es verboten wurde, ist únverständlich, eine bagatelle: Nach bereits einer woche ist das gröbste vom entzug vorbei und es kostet die kassen darum 7 mal weniger einen reinen heroinenzug zu finanzieren. Eín neuer freund nannte die lösung: Er riet mir mich auf H. umzustellen und dann einen einfachen entzug zu machen. Ich lernte einen 2. robert kennen. Dieser lud mich an weihnachten auf H. ein und ich nahm das erstemal keinen saft an dem tag. Dann verbrachten wir die feiertage zusammen und auch da blieb der saft unberührt. Alsbald fragte mich der doc ob ich aufgehört hätte, ich sagte ja. In wirklichkeit sniffte ich das zeug mit dem vorhaben mich erst umzustellen und dann meinen entzug zuhause zu machen. Nach 4 wochen, in denen ich kein codein mehr im körper hatte, versuchte ich es und machte in meinen vier wänden einen kalten H. entzug. Seitdem habe ich es geschafft.

Substanzen

  • Heroin

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