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Papa Junker erzählt

Grüß euch, mit den Drogen hab ich angefangen als ich ungefähr 14 bis 15 war. Zu der Zeit hatte ich grade die Schule gewechselt, Stress mit den Eltern gehabt und hin und wieder einen geraucht. Ich war im Kickbox- verein in meinem Heimatort du dem ich 1 bis 2 mal die Woche hinging. Vorher traf ich mich normalerweise mit einem Freund an einem gemütlichen Plätzchen wo uns niemand störte. Er hatte schon ein paar "Connections" die ihn mehr oder weniger regelmäßig mit Gras oder Hasch versorgten. Eines Tages bot er mir eine Tüte an die wir dann auch rauchten. Nach 3 Wochen ließ ich das Kickboxen und traf mich nur noch mit ihm. Nach einer Zeit lernte auch ich ein paar leute kennen die mich mit Gras versorgten. Aus meiner alten Schule nahm ich dann auch ein paar Leute mit die aber schlau genug waren uns nach ein zwei Wochen wieder zu verlassen. Unsere Gruppe bestand aus 23 Leuten die man alle ein bisschen kannte. Die meisten waren zu dem Zeitpunkt älter also 20 herum. Ich glaube wir wussten gar nicht auf was wir uns da einließen. Nach einer Zeit also ca. halben Jahr mischten sich auch Pilze, Benzos und XTC in unseren Konsum der dann bis Sommer 05 anhielt. Wir hatten uns so auf unsere Anonymität verlassen dass wir immer in Gruppen unterwegs waren, voll zugedröhnt. Irgendwer baute Scheiße und die Polizei ging von einem zum nächsten. Wir wurden verwarnt und zu 2 Jahren Bewährung verurteilt. Ich und 4 meiner Freunde sogar zu 3 Jahren inkl. monatlichem Drogentest. Wir kümmerten uns nicht lange darum also gings gleich weiter wie bisher. Ein paar Freunde von denen "wir" uns dachten sie hätten uns verpfiffen ließen wir allein. Leider leben wir auf dem Land und sahen uns immer noch wenn wir ausgingen etc. Eine seltsame Atmosphäre schlich sich in den verbleibenden Freundeskreis. Uns fiel nicht auf wie wir uns in eine Welt aus Drogen zurückzogen. Immer mehr Freunde trennten sich von uns. Das fiel uns erst im Hinterher auf. Ich kann mit Worten nicht beschreiben wie der Rausch war dem wir uns jedes Wochenende hingaben. Schule und Beruf wurden zur Nebensächligkeit und zum Problem. Anfang 2006 trat ich meine monatliche Auflage (1 x pro Monat Urinprobe) an. Diese Auflage hielt mich bis Sommer davon ab Drogen zu nehmen. Auf einer Hausparty eines Freundes nahmen wir Speed. Speed war bequem weil es in Wien zu der Zeit leicht zu beschaffen war und diese Droge im Test nich berücksichtigt wurde. Wir fuhren Freitagnachmittag nach Wien, zogen in der ersten Nacht, zogen den Samstag durch und fuhren mit leeren Händen und zirka 300 Euro ärmer Sonntagfrüh nachhause. Das ging bis Dezember 06 so weiter. Anfang 07 ging ich zum Bund und war 2 Monate clean. Wir hatten aus Fehlern gelernt, traten nicht mehr in Gruppen auf, führten keine Handytelefonate usw. Vor 5 Monaten trat ein Freund (Mein letzter Freund der keine Drogen nahm) an mich heran und konfrontierte mich mit meiner Lage. Ich versuchte mich auf 1000 Sachen herauszureden doch er blieb hart. Er drohte mich anzuzeigen, Briefe an meine Eltern zu schreiben usw. (waren natürlich nur Scherze). Ich sah ein dass er mir im Grunde helfen wollte und verbrachte meine Zeit fortan mit ihm und versuchte mit meinen "anderen" Freunden nur mehr selten zeit zu verbringen. Nach 1 Monat war das Verlangen etwas zu nehmen schon sehr stark, nach 2 unerträglich. Ich kam mit der Welt nicht mehr so klar wie ich es konnte wenn ich Drogen nahm. Eh klar. Nach 3 Monaten Abstinenz (kein- Gras, XTC, Speed, Alkohol oder sonst was) war ich wieder voll in meine Umwelt integriert. Deshalb versteh ich auch nicht dass ich aus einer Laune heraus wieder beschloß einen zu rauchen. Ich kaufte mir anonym im Stadtpark ein bisschen Gras rauchte es und kaufte mir 2 Wochen später wieder was. Aus meiner Sicht war das kein Rückfall sondern nur mein Way of Life. Andere trinken am Wochenende ich rauch einen. Aber so wars nicht. Da ich meinen ganzen Freundeskreis fast immer um mich hatte war die Versuchung mal wieder was zu kaufen immer groß. Gestern am 26. August 2007 hab ich mir wieder ein E gekauft. Jetzt sitze ich in meiner Wohnung und es liegt direkt vor mir am Laptop. Obwohl ich in diesem Erfahrungsbericht alle negativen Gründe lesen kann sie nicht zu nehmen fällts mir trotzdem schwer. Ich weiss dass nicht jeder so stark suchtgefährdet ist wie ich. Dass seh ich bei vielen Freunden. Aber es ist schwer, wenn man fast 3 Jahre verschiedene Drogen genommen hat, auf einmal damit aufzuhören. Ich hab für die Drogen meine Jugend geopfert, die Schule geschmissen, 2 Jobs und beinahe meine Familie verloren. Wenn das kein Grund ist keine Drogen zu nehmen. mfg

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