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Polamidon

hallo! vielleicht hilft mein erfahrungsbericht angehörigen oder freunden von suchtmittelabhängigen. ich selbst bin verheiratet mit jemanden, der seit fast zwanzig jahren heroinabhängig ist und vor 1 1/2 jahren ins polaprogramm aufgenommen wurde. ich weiß ehrlich nicht, ob ich ehrlich über diese erfahrung schreiben soll, denn möglicherweise schrecken diese erfahrungen viele ab, sich überhaupt mit einem substitutionsmittel helfen zu lassen. dennoch: mein mann wurde mit einer anfangsdosis von 6 ml/tag eingestellt. nach nur kurzer zeit schon stellten sich diese massiven nebenwirkungen ein. angefangen mit ständiger müdigkeit, konzentrationsschwäche, schwitzen, depressiver verstimmung bis hin zur totalen sexuellen lustlosigkeit. nach weiterer zeit brach auch das typische suchtverhalten wieder durch. er sprach nicht über probleme, machte alles mit sich aus. bis es dann zum knall kam, als ich leere polaflaschen im schrank fand. es folgte nicht nur eine auseinandersetzung sondern auch die höhere einstellung dann beim arzt auf pola. na toll, nebenwirkungen wurden noch stärker. wieder einige monate später, er war zwischenzeitlich wieder etwas herunterdosiert, kam es zum rückfall. als hätte ich es fast ahnen können. wieder folgten gespräche nach dem warum, nach dem fehlenden gespräch vorher. es ist schlimm. vor allen dingen für mich, die ich mit ansehen muss, wie ein mensch auf kosten der kasse, auf kosten seiner gesundheit so kaputt gemacht wird. die argumente, dass beschaffungskriminalität wegfällt, sind nur scheinbar. pola und metha nehmen dem menschen nicht den suchtdruck, der immer im kopf bleibt. der körper geht kaputt und der abhängige spürt das und kann nichts dagegen tun. mein mann ist jetzt, nach einem schrecklichen entzug vom pola auf subutex umgestellt. aber fragt mich nicht, was er durchmachen musste. ob subutex nun die lösung ist, kann ich noch nicht abschließend beantworten. die depressionen, magenschmerzen und durchfall sind schlimmer geworden. dafür wirkt er im allgemeinen aber wacher. aber was nutzt ein wacher depressiver partner. helfen kann ich ihm wieder nicht und wieder kommt das thema "das muss ich mit mir selbst ausmachen" auf den tisch. also wieder das typische suchtverhalten, von dem der suchtkranke ja eigentlich wegkommen sollte. ich kann nur hoffen, dass diese zeit irgendwann einmal ein ende hat. ich wünsche es meinem mann am meisten, denn der hat es verdient! ayse

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