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Tägliches Kiffen - Meine Erfahrungen

Hey Leute,

in diesem Bericht möchte ich auf meine Erfahrungen mit Cannabis und die Auswirkungen auf mich selbst, meinen Alltag usw. eingehen. Erstmal kurz zu meiner "Kiffer-Biographie":

Angefangen habe ich mit ca. 13 Jahren, als mich ein Klassenkamerad (bin auf einem Gymnasium) zu einem seiner Freunde mitnahm, der kiffte und auch dealte. Ich war zu dieser Zeit schon sehr am Kiffen interessiert und wollte unbedingt wissen, wie sich "breit sein" anfühlt. Bei besagtem Kollegen handelte es sich um einen ziemlichen Dauerkiffer, bei dem sich zum Teil schon während der Schulzeit 5 Leute ins Zimmer quetschten und einen Eimerkopf nach dem anderen durchzogen. Schließlich rauchte auch ich zum ersten Cannabis (und natürlich direkt einen dicken Eimerkopf...) und begann zu besonderen Anlässen zu kiffen.

Allerdings spielte das Gras zu dieser Zeit keine große Rolle bei mir. Der Konsum machte zwar Spaß aber trotzdem trank ich mit meinen Freunden zumeist Alkohol. Mit 15 steigerte sich mein Interesse am Kiffen, nachdem ich vorher nur alle paar Monate mal etwas geraucht hatte, und auch in meinem Freundeskreis verdrängte es mehr und mehr den Alkohol. Wir trafen uns jedes Wochenende, so wie früher auch, nur ging jetzt nicht mehr die Bierbong in unserem Kreis herum, sondern die Glasbong. Ich kam in die 11. Klasse und da fing ich dann erst richtig an. Ich lernte über das Kiffen viele neue Leute kennen und schließlich begann ich mit einem Freund auch unter der Woche zu rauchen, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, es beim Wochenendkonsum zu belassen. Ich sagte mir: "solang es nicht täglich ist, ist alles ok" und begann bald auch alleine zu rauchen. Mit Hilfe von Raumspray, Duftkerzen usw. begann ich auch alleine in meinem Zimmer zu kiffen.

Anfangs nur vereinzelt entwickelte der Konsum sich in einem schleichenden Prozess mehr und mehr zur allabendlichen Entspannung. Ich betrachtete mich selbst damals noch als Gelegenheitkiffer (obwohl ich da zu dem Zeitpunkt eigentlich schon weit drüber hinaus war) und die Gelegenheiten kamen immer öfter. Als ich in der 12. Klasse war, rauchte ich jeden Tag sobald ich aus der Schule kam. Mittlerweile hab ich mein Abi hinter mir und mein Konsum ist nur weiter gestiegen.

Auswirkungen auf die schulischen Leistungen

Ich war in der Schule oft unkonzentriert, hab unglaublich viele Sachen verpeilt und immer nur das nötigste gemacht. Hausaufgaben machte ich nur noch sporadisch und ich war im Unterricht auch oft zu vermatscht im Kopf um mitzumachen (vorallem in den ersten Stunden...). Aber jetzt kommts: Trotzdem habe ich mich in der Schule seit der 11. Klasse stetig verbessert. Von der ersten Abiturhochrechnung von 3,3 am Anfang der 11 habe ich mich jetzt zu einem bestandenen Abi mit einer 1 vor und einer 7 hinter dem Komma hochgearbeitet.

Trotz meiner Faulheit habe ich es immer geschafft Top-Klausuren abzuliefern, auch wenn ich meist erst einen oder 2 Tage vorher und völlig zugedröhnt angefangen habe zu lernen. Für mich selbst ist es eigentlich nicht nachzuvollziehen, wie ich das trotz des Dauerkiffens gepackt habe, aber ich hätte es wahrscheinlich auch reduziert, wenn ich gemerkt hätte, dass es meine Leistungen zu sehr beeinträchtigt. Ich bin nur unglaublich dankbar dafür, dass ich es so hingehauen hat.

Soziale Auswirkungen, Auswirkungen auf den Alltag usw.

Ich war noch nie so besonders kontaktfreudig und hatte auch nie sehr viele Freunde. Als ich mit dem Kiffen begann hat sich das jedoch zunächst geändert, ich hatte mit viel mehr Leuten zu tun und da wir alle gerne kifften hatte man auch immer was zu tun, wenn man sich traf. Mittlerweile habe ich jedoch erkannt, dass die meisten dieser Freundschaften reine Zweckbekannschaften waren bzw. noch immer sind und ich bereue, dass ich viele alte Freunschaften habe schleifen lassen bzw. ich fast nie Lust hatte mich mit Nichtkiffern zu befreunden oder mich in deren Gruppen zu integrieren. Mit einigen meiner Kifferkollegen bin ich wirklich gut befreundet und ich würde mit ihnen genauso viel Spaß haben, wenn wir nicht kiffen würden. Bei anderen allerdings weiß ich nichtmal worüber ich mit denen reden soll, weil es außer kiffen einfach überhaupt keine gemeinsamen Interessen gibt. Auch im Bereich Beziehungen hat mir das Kiffen bis jetzt ziemlich im Weg gestanden. Ich hatte nie Lust aktiv eine Freundin zu suchen, weil es mir einfach zu stressig war. Wenn die Initiative von ihr kam, ging ich meistens auf Distanz, weil ich keine Lust hatte Verantwortung zu übernehmen und Energie in eine Beziehung zu stecken.

Im Bezug auf meine Persönlichkeit fällt es schwer zu sagen, welche Veränderungen auf den Konsum zurückzuführen sind und welche auch ohne im Laufe der Pubertät passiert wären. Ich glaube allerdings, das das Kiffen mich in sofern beeinflusst hat, dass ich offener und vorurteilsfreier geworden bin. Früher war ich beispielsweise ein dogmatischer Metalhead, der auf alle anderen Musikrichtungen geschimpft hat und einen richtigen Hass auf Hip-Hop hatte. Mittlerweile kann ich mir beinahe jede Musikrichtung anhören und Gefallen daran finden. Ich höre z.B. auch klassische Musik, was ich früher nicht im Traum gedacht hätte.

Ich habe außerdem begonnen mich für einen Großteil des Schulstoffs zu interessieren und während andere zum Beispiel im Deutschunterricht an den Lektüren verzweifelt sind, habe ich mir Thomas Mann & co nach einem Bongkopf freiwillig durchgelesen und hatte auch noch Spaß dabei. Allerdings glaube ich auch, dass ich durch das kiffen verschlossener, vorsichtiger und vorallem auch ängstlicher geworden bin. Ich nehm oft das schlimmste an, hab keine Lust auf neue Kontakte, weil ich Angst vor Zurückweisung habe. Außerdem fühl ich mich beim Autofahren verdammt unwohl, weil ich mir jedesmal bewusst bin, dass ich grade eine Straftat begehe. Ich fahre nie Auto, wenn ich am gleichen Tag schon geraucht habe, aber jede Autofahrt ist für mich ein Spießrutenlauf, weil ich ständig glaube, dass ich gleich die Kelle sehe...

Fazit: Ich hatte mit dem Kiffen verdammt schöne Zeiten und habe sie immer noch. Allerdings hat es auch viele negative Auswirkungen gehabt und ich glaube ich wäre ohne den Dauerkonsum heute in vielerlei Hinsicht um einiges weiter. Vorallem im Bezug auf Sozialkompetenz, Selbstbewusstein und psychische Reife. Ich weiß, dass ich cannabisabhängig bin und ohne Gras fühle ich mich lustlos. Mir ist furchtbar langweilig und mir wird bewusst, wie leer mein Leben eigentlich ist, wie viele Chancen ich verpasst habe und wie viel ich mir schon verbaut habe. Trotzdem schaffe ich es nicht länger als 1-2 Tage ohne (es sei denn im Urlaub, da dann bis zu 4 Wochen). Ich muss sehr bald was an meinem Konsum ändern, aber erstmal rauch ich noch einen.

peace out

 

Substanzen

  • Cannabis

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Kommentare

Kommentar von wayne |

erstmal noch ein rauchen ;D

erstmal noch ein rauchen ;D

 

Kommentar von lukas |

mein kopf fühlt sich leer an

Ich bin in einer gruppe die jeden tag extrem viel kifft. ich bin14 und habe mit13 angefangen zu kiffen jetzt ist es fast jeden tag wo ich kiffe und ich habe das problem das sich mein kopf immer leer anfühlt und ich nicht mehr weiß wie alles wirklich ausssieht und ich kann mir nichts mehr merken und bin total ferpeilt

Kommentar von Max Mustermann |

selbes ding bei mir

bin jetzt 16 hab mit 14 angefangen und merke wie ich langsam durch den täglichen konsum appetitlos werde. ich esse viel weniger als vorher wenn ich nicht high bin. bevor ich so viel gepafft habe, war ich ein sehr guter esser. mittlerweile bin ich nach 2 scheiben toast satt wenn ich nicht breit bin. ich hör anfang der 11. klasse komplett auf ich glaube das tut mir verdammt gut. rückblickend war es die geilste zeit meines lebens aber irgendwann i

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