Hier kannst Du uns erreichen:

Telefon:


Bürotelefon:

0341 - 211 20 22
Di: 9 - 15 Uhr / Do: 13 - 18 Uhr
Hier keine Telefonberatung!

Drogentelefon:
0341 - 211 22 10
Do: 14 - 18 Uhr
Telefonberatung nur hier!

E-Mail:


Büro allgemein:
drugscouts@drugscouts.de



Projektleitung:

projektleitung@drugscouts.de

Adresse:


Drug Scouts:
Demmeringstr. 32, 04177 Leipzig



Öffnungszeiten:
Di: 09 - 15 Uhr / Do: 13 - 18 Uhr

Traumatisches Erlebnis mit 2C-B (Horrortrip) und Mischkonsum

Kurz zu mir:
Ich habe bereits viele Erfahrungen mit chemischen und unter anderem psychedelischen Drogen gemacht. Bisher habe ich selbst noch nie eine einzige megative Erfahrung gemacht. Eigentlich dachte ich, dass ich meinen Körper, meinen Geist und meine Grenzen sehr gut kenne und mich auch sehr gut kontrollieren kann. Der gestrige Abend hat mir aber das Gegenteil bewiesen. Ich bin 28, stehe fest im Leben, habe studiert und einen guten Job und eine sehr gut funktionierende Beziehung. Das erste Mal habe ich Drogen erst im Alter von 23 konsumiert und gehe normalerweise auch immer mit Bedacht vor.

Vorgeschichte:
Ich war bei einem guten Freund zu einer Pokerrunde eingeladen. Es waren meine Freundin, 3 Kumpels und noch eine weitere Freundin da. Der Spaß ging gegen 20 Uhr los. Beim Pokern habe ich bereits Alkohol getrunken sowie etwas Pep und Koks konsumiert. Das Pokern ging bis ca. 5 Uhr. Da wir alle noch sehr fit und voller Tatendrang waren haben wir uns dazu entschieden noch ein bischen MDMA zu konsumieren und gemeinsam rumzuhängen. Gegen 9 Uhr kam dann auch noch ein bischen Keta dazu. Ja, ich gebe es zu - wildester und unüberlegter Mischkonsum. Es ging uns jedoch allen gut und wir machten so einen Abend ja nicht zum ersten Mal.

Der 2CB-Trip:
Gegen 12 Uhr Mittag kam dann einer meiner Kumpels auf die glorreiche Idee, dass wir uns doch zum Abschluss 25mg 2CB geben könnten. Ich habe bereits sehr oft 2CB genommen und es war bisher meine absolute Lieblingsdroge weshalb ich ohne zu zögern ja gesagt habe. Letztendlich haben dann bis auf die beiden Mädels alle beim 2CB-Trip mitgemacht. Die ersten drei Stunden waren wunderschön. Wir haben gemeinsam so herzhaft gelacht, waren alle auf einer Wellenlänge und die Visuals waren ebenso überwältigend. Komisch bei diesem Mal war bei uns allen jedoch, dass die Wellen in denen das 2CB sich zeigten extrem häufig und auch heftig waren. Das äußerte sich darin, dass man immer wieder kurze Momente der gefühlten Klarheit hatte in denen man dachte der Trip wäre vorbei und dann kurz darauf gingen die Visuals wieder extrem los und auch der Geist funktionierte nicht mehr richtig. Zu diesem Zeitpunkt waren wir alle schon mehr al 28h wach.

Der Horrortrip:
Um ca. 15 Uhr kippte bei mir jedoch die Stimmung und ich erlebte den schlimmsten Tag in meinem ganzen Leben. Wir haben den ganzen Abend über gemeinsam im Wohnzimmer und auf dem Balkon gechillt. Eine Freundin (nüchtern) war gerade auf dem Balkon zum Rauchen und wir Jungs (also alle die am Trippen waren) beschlossen sie zu besuchen. Ich setzte mich neben sie und hatte plötzlich wieder einen Moment der Klarheit in dem ich halbwegs klar denken konnte und auch weniger Visuals gesehen habe. Ich sagte zu ihr "ich glaube bei mir ist es vorbei", da es ja auch schon 15 Uhr war und das zeitlich gut hinkommt. Daraufhin haben die Jungs neben mir extrem das Lachen angefangen und bei mir ging der Horrortrip los. Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass irgendwas nicht mehr stimmt. Ich hatte eine extrem verzerrte Warnehmung und konnte plötzlich auch überhaupt nicht mehr einschätzen wie lange ich schon am trippen bin. Ich begann mir einzureden, dass ich schon mehrere Tage in der Wohnung bin und es nur bei mir nicht mehr aufhört und alle anderen schon längst wieder nüchtern sind. Ich habe sofort meine Freundin gesucht und ihr gesagt, dass irgendetwas nicht mit mir stimmt. Ich wurde extrem panisch, habe zu schwitzen angefangen, gezittert und mein Puls schoss in die Höhe. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen und hatte unglaubliche Angst. Ich und meine Freundin haben uns gemeinsam an die frische Luft gesetzt und sie hat mir gut zugeredet und mich gestreichelt. Ich hab die Augen geschlossen denn ich konnte ihr nicht ins Gesicht sehen, da sie einfach aussah wie eine komplett andere Person. Ich habe nur auf ihre Stimme gehört und versucht mich zu beruhigen, leider erfolglos. Mit jedem Lidschlag war ich plötzlich an einem anderen Ort und verstrickte mich immer mehr in mein Gedankenkonstrukt, dass ich der einzige bin der noch am Trippen ist und alle anderen schon längst nüchtern sind. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, dass wir dort saßen und ich hatte immer mehr Angst nicht mehr normal im Kopf zu werden. Die Visuals waren jetzt nicht mehr 2CB-typisch atmend und farbenfroh sondern ich hatte regelrechte Halluzinationen und in meinem Kopf spielten sich unendlich oft meine erlebten Szenen aus der Wohnung seit dem Beginn des 2CB-Trips ab. Ich konnte nicht mehr realisieren was in meinem Kopf stattfindet, was in echt passiert und wo wir gerade sind. Es fühlte sich an wie Stunden und ich hatte schreckliche Angst. Das einzig konstante und etwas beruhigende in diesem Moment war die Stimme meiner Freundin. Für kurze Augenblicke konnte ich aus meinen Gedanken wieder zu ihr auf den Balkon zurück kehren, wusste aber nicht ob es auch nur in meinem Kopf oder ob es die Realität ist. In meinem Gefühl Stunden später (es waren 10 Minuten) bat ich meine Freundin, dass sie bei den anderen nach Benzos fragen soll. Sie verschwand und ich saß alleine auf dem Balkon und befand mich immer mehr und immer heftiger im Gedankenkarusell und wusste nicht mehr was Wirklichkeit und was in meinem Kopf stattfindet. In meinem Gefühl war sie ewig weg (In Wirklichkeit waren es 2 Minuten). Ich konnte einfach nicht verstehen wieso das so lange dauert und bin aufgesprungen und habe sie in der Wohnung gesucht. Ich bildete mir ein sie zu sehen wie sie mit den anderen gesprochen und gelacht hat. Ich war mir nun sicher, dass nur ich noch am Trippen bin und alle anderen sich über mich lustig machen. Plötzlich war ich wieder in der Welt in meinem Kopf verschwunden und habe mir eingebildet, dass ich winke und rufe aber alle ignorieren mich. Auch das kam mir wie eine unendlich lange Ewigkeit vor. Als ich wieder in der Realität angekommen war hab ich fluchtartig meine Schuhe angezogen und die Wohnung verlassen. Meine Freundin ist mir hinterher gerannt, hat meine Hand genommen und mich in Richtung unserer Wohnung geführt und mir weiterhin gut zu geredet. Ich habe ihr auf dem Heimweg oft gesagt, dass ich Angst habe dass ich hängen geblieben bin und nie wieder normal werde. Als wir durch die Stadt gelaufen sind sah sie so anders für mich aus. Ich war so orientierungslos und der Heimweg fühlte sich an wie Stunden (es sind 15 Minuten normalerweise). Ich habe meine Freundin so oft gefragt wo wir sind, was wir machen, ob hier alles real ist und ob wir endlich zuhause sind wo ich meine Xanax hätte. Meine Freundin hat entschieden, dass wir einen anderen Weg als den üblichen zu uns nach Hause nehmen und das hat mich dann wieder auf einen komplett anderen Film geschickt. Da die Stadt und meine Umgebung eh so unwirklich aussah bildete ich mir plötzlich ein ich wäre in einem Traum. Ich redete mir ein, dass ich in einem Krankenhaus liege und kurz vorm sterben bin und das was ich erlebte meine letzten Erinnerungen sind und das einzige was aus der Realität zu mir durchdringt ist die Stimme meiner Freundin. Ich begann plötzlich zu hyperventilieren und bekam eine extrem heftige Panikattacke. Ich dachte ich werde gleich sterben wenn ich nicht sofort auf die Stimme meiner Freundin höre die immer wieder sagt "atme ganz ruhig und konzentriere dich auf deine Umgebung". Ich habe sie in den Arm genommen und nur noch auf ihre Stimme gehört und ihr gesagt, dass ich nicht sterben will und dass ich für sie kämpfe. Hierdurch hat sich mein Puls langsam etwas beruhigt und wir konnten weitergehen. Ich war jedoch immer noch in dem Glauben in einem Traum zu sein. Als wir zuhause angekommen sind hat sie mir eine Xanax gegeben und ich habe mich auf die Couch in ihren Schoß gelegt und sie hat mich gestreichelt und beruhigt. Obwohl die Xanax noch nicht gewirkt hat ging es mir in diesem Moment bereits deutlich besser. Die Realität konnte ich aber immer noch nicht aktzeptieren und war der Meinung wir sind in einem Traum. Erst als die Xanax begann zu wirken verschwand meine Angst und somit auch die Visuals. Meine Freundin hat mir dann den ganzen Abend noch einmal aus ihrer Sicht erklärt und ich ihr aus meiner und gemeinsam haben wir über dieses auch für sie traumatische Erlebnis gesprochen. Wir haben gemeinsam zu Abend gegessen und ich bin dann mit ihr zusammen eingeschlafen.

Der Tag danach:
Als ich heute morgen aufgewacht bin ging es mir sehr komisch. Teilweise habe ich mir eingebildet, dass ich sogar noch leichte Visuals habe, was mich extrem verunsicherte. Jedoch war ich bei klarem Verstand und konnte mir gut zureden und auch meine Freundin war da. Ich habe ein bischen gearbeitet und aufgeräumt um mich abzulenken aber meine Gedanken kreisten nur um die Erlebnise vom Vortag. Ich hatte immer noch große Angst bleibende Schäden von dem traumatischen Erlebnis zu haben (Psychose, Angststörung). Je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto eher verspürte ich es dass sich wieder eine Panikattacke anbahnt. Wir haben dann irgendwann gemeinsam beschlossen, dass wir den gesamten Weg noch einmal ablaufen und auch nochmal in die Wohnung schauen. Das hat mir dann sehr gut getan und mich innerlich etwas bruhigt. Allerdings hatte ich sehr große Angst kurz bevor wir in die Wohnung sind und mein Herz schlug mir bis zum Hals. Jetzt sitze ich hier zuhause und schreibe die Geschichte noch einmal auf da ich es natürlich immer noch nicht ganz verarbeitet habe. Klar, ich bin mir sicher dass ich in der Realität bin und das alles gestern eine ganz verrückte List meiner Vorstellungskraft und von 2CB war. Trotzdem beschleicht mich immer ein mulmiges Gefühl wenn ich daran denke "was wäre wenn du plötzlich aufwachst und wieder in dieser Wohnung bist". Ich habe das Gefühl mein Unterbewusstsein hat das noch lange nicht richtig verarbeitet. Meine Umgebung fühlt sich immer noch irgendwie leicht surreal an. Ich habe große Angst davor eine posttraumatische Belastungsstörung oder eine Psychose zu entwickeln. Ich hoffe sehr, dass sich das in den nächsten Tagen noch legt.

Abschließend ist zu sagen, dass es das für mich mit den psychedelischen Drogen auf jeden Fall erstmal für eine lange Zeit war.

 

Substanzen

  • 2C-B
  • Drogen und Psyche
  • Mischkonsum

Zurück

Kommentare

Kommentar von Dave |

ähnliche Erfahrung

Ich hatte auch mal eine ähnliche Erfahrung was bei mir ein bisschen hängen geblieben ist.Man kann sich bei einen Trip so viel scheißen einreden was im nachhinein komplett lächerlich ist. Im nachhinein kann ich mich nicht mehr erinner warum ich überhaupt solche Angst hatte. Mit der Zeit verarbeitet man das alles langsam^^

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 2 und 2?